01.07.2021 - 6 Verschiedenes

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Beratung

 

1. Herr Filarsky bemängelt die Mahd von Freiflächen vor dem Abblühen der vorhandenen Pflanzen. Insbesondere im Bereich der Schmachtendorfer Straße/Kiesweg ist ihm diese - im Hinblick auf die Verbesserung der Artenvielfalt kontraproduktive - Vorgehensweise aufgefallen. Er hält dringend eine Änderung der Mähphasen für erforderlich. Frau Schiemanowski schließt sich der Forderung an. Herr Werntgen-Orman sagt zu, dass die SBO zur Stellungnahme aufgefordert wird.

 

2. Herr Tomec erinnert an die Mergelkuhlen im Sterkrader Wald und daran, dass diese Bereiche nicht mehr durch die SBO bewirtschaftet werden sollten. Er bittet um Angabe des Sachstandes. Herr Werntgen-Orman sagt eine Weiterleitung der Anfrage an die SBO zu.

 

Der Stadtförster hat gegenüber der UNB inzwischen erklärt, dass die Bereiche aus der Bewirtschaftung des Waldes herausgenommen werden können. Es wurde veranlasst, dass dies im Rahmen der entstehenden Forsteinrichtung Stadtwald Oberhausen berücksichtigt wird. Die Größe der Fläche beträgt etwa 2 ha. Des Weiteren ist geplant, eine 0,5 ha große Fläche im Bereich Hühnerheide ebenfalls aus der Bewirtschaftung zu nehmen.

 

3. Frau Hingmann bittet um Mitteilung, warum der Handbach im Bereich der Gabionenwand kein Wasser mehr führt. Eine Erklärung hierzu wird nach Angaben von Herrn Werntgen-Orman der Niederschrift beigefügt.

 

Erklärung der WBO:

„In langen Trockenphasen kommt es immer wieder vor, dass der Handbach kein Wasser führt.“

 

4. Herr Christoph Köster weist auf die verstärkte Ausbreitung des Jakobskreuzkrautes und die toxische Gefährdung für Pferde und Rinder hin. Eine Mahd reicht zur Bekämpfung der Pflanze nicht aus.

 

5. Die Besucherlenkung im Reinersbachtal sieht Herr Köster positiv. Entsprechende Maßnahmen hält er auch für einige landwirtschaftlichen Flächen für erforderlich. Vielen Menschen sei offenbar nicht bewusst, dass hier Lebensmittel produziert werden, was entsprechende Rücksichtnahme und Respekt vor der Natur erfordere. Herr Tomec, Herr Filarsky und Frau Schiemanowski stimmen einem verstärkten Schutz der landwirtschaftlich genutzten Flächen zu.

 

Frau Rolf weist darauf hin, dass die bereits begonnene Beschilderung der Schutzgebiete mit erklärenden Zusatzschildern sukzessive für alle Schutzgebiete fortgesetzt wird, so dass die Menschen zumindest über angemessenes Verhalten informiert werden. Herr Werntgen-Orman schlägt vor, dass die anwesende Presse die Thematik aufgreift, oder dass im Stadtmagazin OH! im nächsten Frühjahr ein entsprechender Artikel veröffentlicht wird, der auf die Problematik für die Landwirtschaft eingeht.

 

6. Frau Schiemanowski erinnert an einen Pressebericht zu einem Vorfall am Weiher im Volkspark Sterkrade, nachdem ein Vogel mit einem Angelhaken im Schnabel entdeckt worden war. Sie hat Kontakt mit dem dort ansässigen Angelverein aufgenommen. Der Angelhaken konnte demnach entfernt werden, weitere Schädigungen sind nicht aufgetreten. Nach Angaben von Herrn Filarsky handelte es sich hier um einen einmaligen Vorfall und der Beirat hofft, dass in Zukunft die Mitglieder des Angelvereins größere Sorgfalt walten lassen.

 

7. Frau Hingmann berichtet von der Straßenbaumaßnahme Emmericher Straße, bei der im Bereich der Querung des Nassenkampgrabens ein Stabgitterzaun errichtet wurde, so dass dort nunmehr kein Wildwechsel mehr möglich ist. Sie schlägt einen Ortstermin mit der UNB vor.

 

8. Frau Hingmann gibt zu bedenken, dass inzwischen viele Quartiere für Gebäudebrüter verloren gehen. Ein bereits begonnenes Projekt zum Schutz dieser Quartiere sollte weitergeführt werden. Herr Werntgen-Orman verweist auf eine nicht besetzte Stelle bei der UNB hin und sieht zurzeit keine freien Kapazitäten für die Umsetzung der Maßnahmen.

 

9. Herr Bahne bittet um Mitteilung, ob die Hütte am Koppenburgs Mühlenbach erhalten wird. Herr Müller von der BSWR bestätigt den Erhalt der Hütte als prägender geschichtlicher Bestandteil der Stadt Oberhausen.

 

10. Frau Schiemanowski teilt mit, dass die Volksinitiative Artenvielfalt NRW heute am 01.07.2021 über 115.000 Unterschriften für mehr Artenschutz an den Landtag NRW übergeben hat. Die Anzahl der Unterschriften zeigt, dass Natur- und Artenschutz im Bewusstsein der Menschen angekommen ist.

 

 

 

 

 

 

 

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