27.01.2021 - 3 On-Demand-Verkehr "REVIERFLITZER" der STOAG - m...

Beschluss:
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Beratung

Herr Sander - STOAG - berichtet, dass der Revierflitzer nunmehr seit sieben Monaten im Oberhausener Norden im Einsatz ist. Trotz der Beeinträchtigungen durch Corona sind die Fahrgast-Zahlen erfreulich. An Samstagen seien 70 Fahrgäste und ab des verschärften Lockdowns 30 - 50 Fahrgäste zu verzeichnen gewesen. Es liegen durchweg positive Erfahrungsberichte und Bewertungen der Fahrten vor, was sich anhand von Statistiken belegen lässt. Bezeichnend ist der hohe Anteil der „Wiederkehrer". Zum 1. Februar wird der On-Demand-Verkehr auf ganz Oberhausen ausgeweitet. Ein richtiger Aufschwung wird allerdings erst nach Beendigung der Corona-Krise erwartet.

Herr Bandel dankt im Namen der CDU und bestätigt die positiven Eindrücke. Der Revierflitzer ist ein wichtiger Baustein zur Steigerung der Attraktivität des ÖPNVs.

Frau Dreßen zeigt sich erfreut über die Ausweitung auf ganz Oberhausen, möchte aber die Fahrzeugflotte mit Elektromotoren betreiben und bittet bei Neuanschaffungen keine Verbrennungsmotoren zu nehmen.

Herr Sander entgegnet, dass die Fahrzeuge elektrisch betrieben werden, und ein Verbrennungsmotor erst anspringt, wenn das Fahrzeug droht liegen zu bleiben (bei weniger als 10 % Akku). Weiterhin ergänzt er, dass ganz Oberhausen mit fünf Fahrzeugen betrieben wird, welches mehr als ausreichend sei. Erst wenn eine größere Nachfrage aufkommen sollte, wird an Neuanschaffungen gedacht.

Herr Kempkes - Stadtverordneter - steht dem Revierflitzer ablehnend gegenüber. Zum einen seien die Taxiunternehmer in der Existenz bedroht, zum anderen lasse sich der Revierflitzer nur betreiben, weil er bezuschusst wird.

Herr Sander entgegnet, dass eine Vergleichbarkeit nicht gegeben sei, da die Fahrgäste nicht Vor-Ort abgeholt und bis zum Ziel gebracht werden, es müssen zusätzliche Fußmärsche in Kauf genommen werden. Weiterhin ist die Ankunft des Revierflitzers zeitlich nicht fest bestimmt und der Fahrgast müsse Umwege in Kauf nehmen. Hinsichtlich der Ängste der Taxiunternehmer zeigt er sich verwundert, da in der Ausschreibung auch zu den Unternehmen Kontakt aufgenommen wurde, und man die Antwort erhalten habe, dass ab 21:00 Uhr alle Taxen ausgebucht seien und insofern kein Interesse habe. Er weist darauf hin, dass der Revierflitzer lediglich eine Angebotslücke zwischen nachfragebedingter schlechter Nachtexpress-Stundentaktung und der „Luxus"-Variante Taxi einnehme.

Herr Kempkes verdeutlicht, dass das Angebot dennoch nicht kostendeckend sei, sondern quersubventioniert wird.

Für Herrn Flore sind zur Neugestaltung der Mobilität neue Angebote wichtig. Er weist darauf hin, dass das Hauptproblem der Taxiunternehmer wohl nicht der Revierflitzer sei, sondern die UBER-Fahrzeuge, die im Ausland bereits Taxiunternehmen gefährden. Seiner Meinung nach wird der Revierflitzer umso schneller in die Gewinnzone fahren, je mehr er genutzt wird.

Herr Lütte macht deutlich, dass der gesamte ÖPNV nicht kostendeckend fährt und rät davon ab, diesen deshalb ebenfalls einstellen zu wollen.

 

Der Bericht wurde durch den Umweltausschuss zur Kenntnis genommen.

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Beschluss

 

 

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