30.11.2020 - 5 Eichenprozessionsspinner - Geplante Maßnahmen f...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Gremium:
- Umweltausschuss
- Datum:
- Mo., 30.11.2020
- Status:
- gemischt
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Konstituierende Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführung:
- Umwelt
- Bearbeitung:
- Annette Lavin
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Beratung
Frau Dresen teilt mit, dass die Fraktion DIE GRÜNEN der Vorlage zwar zustimmen wird, da der Gesundheitsschutz im Vordergrund steht, dennoch der Einsatz von Biozid kritisch sehen wird. Sie bittet um Auskunft, nach welchen Kriterien das Biozid eingesetzt wird und ob einsehbare Unterlagen vorhanden sind, denen zu entnehmen ist, welche Bäume, wann und wo besprüht wurden. Sie geht davon aus, dass verantwortungsvoll mit dem Biozid umgegangen wird und fordert, nicht zu viele Bäume zu behandeln.
Herr Lütte fragt an, warum nicht andere Wirkstoffe bzw. Methoden zum Einsatz kommen, von denen weniger Gefahr für andere Insekten ausgeht.
Herr Bandel befürwortet für seine Fraktion die Erweiterung von mechanisch-biologischen Anwendungen, weist aber darauf hin, dass man wegen der großen Anzahl der EPS an Grenzen stößt. Da er davon ausgeht, dass das Mittel nur im notwendigen Ausmaß zum Einsatz kommt, wird auch seine Fraktion der Vorlage zustimmen.
Auch Herr Flore wird für seine Fraktion zustimmen, da er einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Biozid unterstellt.
Herr Werntgen-Orman antwortet, dass Kenntnisse vorliegen, wo befallenen Bäume stehen. Es werden nur Eichen besprüht, von denen eine Gefahr für die Menschen ausgeht. Es existiert ein internes Kataster über befallene und behandelte Bäume. Weiterhin teilt er mit, dass, um eine weitere Ausweitung zu verhindern, seitens der OGM an bestimmten Standorten auch vorsorglich gesprüht werden muss, da mit den eingesetzten biologischen Fallen die Ausbreitung des EPS nicht ausreichend verhindert wird. Die im letzten Jahr aufgehängten Nistkästen werden gut angenommen. Er weist darauf hin, dass das jetzt vorgesehene Mittel FORAYES in den Vorjahren nicht zum Einsatz gekommen ist, da die Genehmigung abgelaufen war.
Herr Bandel führt aus, dass das massenhafte Auftreten des EPS der Problematik des Klimawandels geschuldet ist. Da eine Verbesserung des Klimas nicht absehbar sei, möge man lieber, sofern keine Gesundheitsgefahr besteht, eine Eiche mehr besprühen als zu wenig.
Frau Dresen merkt an, dass natürlich der Gesundheitsschutz im Vordergrund stehe, aber durch das Besprühen mit den Larven des ESP auch Larven anderer Insekten sterben.
Herr Dobnik ergänzt, dass sich mit rückläufiger Insektenzahl auch die Vogelzahl vermindern wird und fragt nach Plänen, um die Anzahl der mechanischen Fallen im Vergleich zum Besprühen zu erhöhen.
Herr Werntgen-Orman erwidert, dass eine mechanische Ferromon-Falle für einen Baum zu wenig und lediglich als Unterstützung des Sprühvorgangs anzusehen ist. Das jetzt einzusetzende Mittel wirkt deutlich selektiver als das vorherige Mittel Neem Protect.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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4,3 MB
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