23.03.2020 - 2.1 Corona-Virus (SARS-CoV-2/COVID-19), aktueller S...

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Beratung

OB Schranz geht zunächst auf die Corona-Gesamtstrategie des Robert-Koch Instituts ein. Diese setze sich aus Teilstrategien zusammen. Einer konsequenten Eindämmung, dem Schutz gefährdeter Gruppen und der Erhöhung der Kapazität bei der medizinischen Versorgung. Bei der ersten Teilstrategie komme es in erster Linie auf die Gesundheitsämter an. Vor diesem Hintergrund wurde hinsichtlich der temporären Personalaufstockung nachgesteuert. Die sozialen und gesellschaftlichen Auswirkungen des „Shut-Down" seien enorm (Absage von Veranstaltungen, Schließung von Restaurants, Friseurbetrieben, Nagelstudios, Tattoo-Studios, Massagesalons, Verbot von Zusammenkünften und Versammlungen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit). Aus den Kontrollen der Ordnungsbehörden und der Polizei gehe hervor, dass die Maßnahmen von der Bevölkerung überwiegend akzeptiert werden. Den Schutz gefährdeter Gruppen betreffend bestehe ein intensiver Austausch zwischen Krisenstab und Krankenhäusern. Ab Morgen würden auch die Alten- und Pflegeheimbetreiber zu den Sitzungen des Krisenstabs eingeladen. Maßnahmen zur Erhöhung der Kapazitäten bei der medizinischen Versorgung seien die Aufstockung von Personal z. B. durch die kürzlich in den Ruhestand getretenen Fachkräfte oder Personen mit medizinischer Vorbildung sowie durch Schulung von Beschäftigten aus dem medizinischen und pflegerischen Bereich. Des Weiteren seien die Sicherstellung der Notbetreuung in Kitas und Schulen, die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit Lebensmitteln (Gewährleistung durch Wohlfahrtsverbände) und die Unterstützung lokaler Unternehmen maßgebliche Herausforderungen. Bei allen Unwägbarkeiten sei davon auszugehen, dass die aufgeführten Maßnahmen mindestens vier Wochen - bis zum 19.4.2020 - andauern werden. Danach müsse entschieden werden, ob und wie ein stufenweises Hochfahren des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens möglich sei. Maßgeblich sei, dass es nicht zu einer Überlastung des Gesundheitssystems kommen dürfe, bis ein wirksames Medikament oder ein wirksamer Impfstoff entwickelt wurde.

Die Situation in Oberhausen sei mit aktuell 37 nachgewiesenen Corona-Fällen und drei in stationärer Behandlung befindlichen Personen im Vergleich zu anderen Städten in der Region noch unkritisch. Allerdings bedeute dies keinesfalls, dass sich die Lage nicht jederzeit drastisch zuspitzen könne.

Frau Beig. Lauxen teilt mit, dass bei den Quarantänefällen einmal täglich der Allgemeinzustand abgefragt werde. Bisher konnten 135 Personen aus der Quarantäne entlassen werden. Pro Tag stünden 100 Tests zur Verfügung. Zur Auswertung würden mittlerweile zusätzlich zum EKO auch Labore in Mönchengladbach und Essen in Anspruch genommen.

Beig. Jehn berichtet über die Arbeit des Krisenstabs, der mittlerweile aufgrund der personellen Größe und zur Wahrung von Sicherheitsabständen im Saal „Berlin" der LAH tage. Hinzugekommen seien die Vertreter der Wohlfahrtsverbände und der Apotheken. Die Entscheidungsfindung erfolge weitgehend konsensual. Wichtige Entscheidungen und Informationen wurden über die Presse veröffentlicht und über die städtische Homepage und den Facebook-Kanal der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Die Oberhausener Kliniken arbeiteten intensiv an der Ausweitung der Betten-Kapazitäten. Zudem sei es gelungen, einen Vorrat an Schutzmasken aufzubauen. Auch Desinfektionsmittel seien momentan ausreichend vorhanden. Das Angebot der Kinderbetreuung werde auf die Abendstunden und die Wochenenden ausgeweitet.

An der folgenden Diskussion beteiligen sich Stadtv. Karschti, Stadtv. Flore, Stadtv. Blanke, Stadtv. Karacelik und Stadtv. Kösling. Die aufkommenden Fragen zu den Themen Schutzkleidung für Erzieherinnen und Erzieher, Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den städtischen Haushalt, Möglichkeit der zinslosen Stundung von fälligen Forderungen und Umgang mit Elternbeiträgen beantworten OB Schranz, Beig. Jehn, Beig. Schmidt und 1. Beig. u. StK. Tsalastras.

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