01.12.2020 - 4 Bericht zur "Örtlichen Planung nach § 7 Alten- ...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
Reduzieren

Beratung

Herr Kegelmann stellt sich vor und erläutert im Rahmen einer Power-Point-Präsentation die wesentlichen Ergebnisse des vorliegenden Berichtes. Er sieht zum jetzigen Zeitpunkt grundsätzlich ein ausreichendes ambulantes, teilstationäres und stationäres  Pflegeangebot in Oberhausen, weist aber darauf hin, dass sich die Zahl der über 80jährigen Bürger*innen in Oberhausen ab 2030 verdoppelt und dieses in den weiteren Planungen zu berücksichtigen ist. Darüber hinaus nennt Herr Kegelmann wesentliche Erkenntnisse aus dem vorliegenden Bericht: Genderspezifische und kulturspezifische Aspekte sind verstärkt zu beachten. Auch im Hinblick auf gleichgeschlechtliche Lebensweisen sind in der Pflege Maßnahmen zur Aufklärung und Sensibilisierung notwendig. Vorhandene Fallzahlen sowie die zu erwartende Entwicklung bei Demenzerkrankten und jungen Pflegebedürftigen sprechen zudem für eine Ausweitung des pflegerischen Angebots in Oberhausen.

 

Fragen der Anwesenden beantwortet Herr Kegelmann dahingehend, dass die seit längerem im Bau befindliche stationäre Pflegeeinrichtung von Kursana nunmehr 2021 eröffnet werden soll. Damit stehen in Oberhausen 2300 Pflegeplätze zur Verfügung.

 

Die Ausbildung in der Pflege erfolgt nach Auskunft der Verwaltung in Oberhausen über die AWO.

 

Aufgrund des geringen Angebotes an altengerechtem Wohnraum kommt der Wohnberatung besondere Bedeutung zu. Insbesondere bezogen auf den Grundsatz „ambulant vor stationär" und auch mit Blick auf die zu erwartenden Einspareffekte bei einem längeren Aufenthalt in den eigenen vier Wänden sieht Herr Kegelmann hier großen Handlungsbedarf.

 

Er weist zusätzlich darauf hin, dass aktuell ein passender Zeitpunkt sei, um die Handlungsempfehlungen aufzugreifen und Maßnahmen umzusetzen, da der Bedarf an stationären Pflegeplätzen momentan ausreichend gedeckt ist und eine über die bisherige Planung hinausgehende Aufstockung der Pflegeplätze erst in den kommenden Jahren notwendig wird.

 

Herr Kegelmann wünscht dem Gremium gutes Gelingen bei dessen Arbeit.

 

Herr Wrobel dankt für die örtliche Planung und betont, dass es entscheidend sei, die Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen nun aufzugreifen und mit der Umsetzung zu beginnen.

 

Herr Lenz lobt den vorliegenden Bericht. Im Hinblick auf den Pflegekräftemangel hält er die Initiative für Pflegeberufe für sehr wichtig und bittet um Vorstellung des Projektes in der kommenden Sitzung. Dem Ausbau der Digitalisierung in der Pflege misst er besondere Bedeutung zu.

 

Herr Telli dankt Herrn Kegelmann für dessen Ausführungen und schlägt vor, die neue Geschäftsführerin der ASO zur nächsten Sitzung einzuladen.

Reduzieren

Anlagen zur Vorlage

Online-Version dieser Seite: http://ratsinfo.oberhausen.de/to020?SILFDNR=5495&TOLFDNR=145630&selfaction=print