10.09.2020 - 3 Mündlicher Bericht der Kultureinrichtungen zur ...

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Beratung

Musikschule:

Herr Buchloh, Leiter der Musikschule und des Kulturbüros, bedankt sich bei allen Lehrer*innen für ihr außerordentliches Engagement während der Pandemie. Die Homepage wurde um digitale Angebote erweitert. Der Unterricht konnte ab Mai wieder verstärkt stattfinden. Die geforderten Veränderungen durch die CoronaSchVO werden nach und nach umgesetzt. Es wird erwartet, dass die städtische Musikschule bald wieder den Präsenzbetrieb aufnehmen kann. Es finden 30 Kooperationen mit Schulen statt (z.B. Jekits). Problematisch ist die Integration von Kindern, die nicht Schüler an den entsprechenden Schulen sind. Für diese Fälle werden zur Zeit Räumlichkeiten gesucht. Die Sinfoniekonzerte mussten alle abgesagt werden bzw. werden ins nächste Jahr verschoben.

 

Kulturbüro:

Herr Buchloh berichtet, dass für die geplanten Veranstaltungen, für die Zuschussanträge gestellt wurden, alternative Veranstaltungen stattgefunden haben. Der Kultursommer musste abgesagt werden, das Festival Olgas Rock hat am geplanten Festivalwochenende online gestreamt. Kunstlicht soll in veränderter Form stattfinden. Zudem werden zurzeit Veranstaltungen wie die Vergabe des Heimatpreises oder Schlaflos geplant.

 

 

Gedenkhalle:

Herr Heinrichs, Leiter der Gedenkhalle, berichtet, dass beide Museen (Gedenkhalle und Bunkermuseum) seit dem 10. Mai wieder geöffnet sind. Zurzeit werden drei Formate umgesetzt. Führungen mit max. 12 Personen, Workshops und Gedenkfeiern. Die Gedenkfeiern sollen überwiegend im digitalen Format stattfinden.

 

 

Stadtarchiv:

Herr Dr. Dellwig, Leiter des Stadtarchivs, berichtet, dass das Stadtarchiv im Juni wieder für Besucher*innen geöffnet wurde. Es dürfen sich max. vier Personen gleichzeitig in den Einsichtsräumen aufhalten. Die Mitarbeiter*innen des Stadtarchivs arbeiten in zwei Schichten. Im historischen Klassenzimmer können noch keine Veranstaltungen stattfinden. Die Mitarbeiter*innen nutzen die Zeit zur ausgiebigen Katalogisierung der Bestände des Archivs. Die Nachfragen von Schulen haben deutlich abgenommen, die Angebote des Stadtarchivs werden aber weiterhin aufrechterhalten.

 

 

Ludwiggalerie:

Frau Dr. Vogt, Leiterin der LUDWIGGALERIE, erläutert, dass Veranstaltungen und Museumspädagogik nur mit Einschränkungen stattfinden können. Am 11.09.2020 findet eine Preview der nächsten Ausstellung „Hotzenplotz“ statt. Hierfür konnten statt der geplanten 400 Personen lediglich 80 Personen eingeladen werden. Die Anmeldungen von Schulen sind trotz der kinder- und jugendgerechten Ausstellung von Otfried Preußler sehr zurückhaltend. Frau Wolter betont im Namen des Kulturausschusses, dass die Anstrengungen der einzelnen Kulturstätten sehr geschätzt werden.

 

 

Bibliothek:

Frau Bengel, Leiterin der Bibliothek, berichtet, dass auch die Bibliotheken, bis auf die Bibliothek Schmachtendorf, wiedereröffnet haben. Die beschränkten Öffnungszeiten der Bibliotheken resultieren aus der hohen Mitarbeiterfluktuation. Erfreulicherweise können die vakanten Stellen in Osterfeld zum 01.10. neu besetzt werden. Veranstaltungen können aufgrund der räumlichen Situation noch nicht stattfinden. Die digitalen Angebote werden ausgebaut, allerdings stößt die Bibliothek verstärkt auf technische Grenzen. Die Anfragen von Kitas zum Besuch der Bibliotheken stiegen zuletzt stark an, während die Anfragen der Schulen rückläufig sind. Um dem Rückgang entgegenzuwirken besuchen nun Mitarbeiter*innen der Bibliotheken die einzelnen Schulen und präsentieren dort das Angebot.

 

 

VHS:

Frau Dr. Reisz, Leiterin der VHS, berichtet, dass viele Kurse mit 5 bis 9 Teilnehmern wieder stattfinden. Alle unterbrochenen Kurse wurden nach den Sommerferien neu gestartet. Um demnächst wieder größere Veranstaltungen durchführen zu können, wird geprüft, ob die Möglichkeit besteht, die Räumlichkeiten des Zentrum Altenbergs oder des Art Hotels Oberhausen zu nutzen. Die VHS hat, wie auch die Bibliothek, Probleme mit der technischen Infrastruktur des Bert-Brecht-Bildungszentrums. Frau Dr. Reisz weist darauf hin, dass die Landesregierung ablehnt die kommunale Weiterbildung zu unterstützen.

 

 

Theater:

Frau Beckmann erklärt, dass das Theater im März aufgrund der Corona-Pandemie vorübergehend schließen musste. Die Mitarbeiter*innen wurden teilweise in Kurzarbeit geschickt. Es haben viele alternative Angebote stattgefunden (u.a. Prinzessinnendramen), die auch international Beachtung gefunden haben. Seit Anfang August wurde eine Task Force „Corona“ eingerichtet, die sich wöchentlich trifft. Sollten ab der neuen Spielzeit wieder Aufführungen stattfinden können, wird unter den notwendigen Hygienebestimmungen mit einer Platzkapazität von 104 Plätzen im Großen Haus gerechnet. Über das neue Ticketing-System erfolgt die Personalisierung der Gäste, um eine direkte Kontaktnachverfolgung zu ermöglichen. Frau Beckmann weist zudem auf die Veranstaltung „Schlaflos“ am 19.9. und das 100 -Jährige Bestehen des Theaters hin. Die Produktion zu „Funke Leben“ soll mit dem Ziel wieder aufgenommen werden, das Stück am 13.11.2020 zu präsentieren. Die geringe Zuschauerzahl soll durch einen erhöhten Spielbetrieb kompensiert werden.