31.08.2020 - 1.2 Anlassbezogene Schulentwicklungsplanung zur Sek...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Beratung

Herr Hermstein stellt die anlassbezogene Schulentwicklungsplanung (SEP) anhand einer Präsentation den Mitgliedern des Schulausschusses vor.

 

Herr Schmidt führt aus, dass eine anlassbezogene SEP Gruppe in mehreren Treffen getagt hat. Die Schulträgerberatung fand am 25.06.2020 statt. In der letzten Sitzung der Arbeitsgruppe am 20.08.2020 wurden die Beratungen auf Basis einer Präsentation von Herrn Hermstein intensiv fortgesetzt und bei der Bezirksregierung abgeschlossen.

 

Herr Benter zeigt sich enttäuscht, dass die SEP Gruppe zwischen 2017 und 2020 nur dreimal getagt hat. Grundsätzlich sei die Analyse vollkommen korrekt, es sei aber nicht berücksichtigt, dass ca. zwei Drittel der Schüler*innen eine Hauptschulempfehlung haben. Für ein entsprechendes Angebot müssen diese Schüler*innen die Stadt verlassen und im Umfeld von Oberhausen unterrichtet werden. Er sei überrascht, dass eine 5. Gesamtschule geplant sei, wo die vorhandenen 4 Gesamtschulen schon nicht entsprechend funktionieren. Er stelle sich die Frage, ob es aus der SPD Politik stamme, dass kein Blick auf eine weitere Realschule geworfen werde. Seines Erachtens werden keine Oberstufen-Kapazitäten benötigt.

 

Lt. Herrn Driever handele es sich bei der Wahl der neuen Schule um einen Schritt in die richtige Richtung. Zu lange sei nur auf die Wechsler und nicht auf die Auspendler geachtet worden. Bei Klassenstärken von 29 Schüler*innen und einer 8-stufigen Gesamtschule Osterfeld sei eine weitere Gesamtschule dringend erforderlich. Auch der gewählte Standort im Oberhausener Süden sei korrekt.

 

Frau Oberste-Kleinbeck erkennt eine entgegengesetzte Schulentwicklung als Herr Benter. Sie sieht mit der Vorlage eine klare Analyse und Entwicklung und erkennt eine Perspektive für Schüler*innen für die nächsten 10 Jahre. Sie sehe eine gute Analyse dank fachlicher Planung der SEP. Diese passe leider nicht in die vorgefertigten Planungen der CDU.

 

Frau Boos kann sehr wohl den Argumenten des Herrn Benter folgen. Die Erfassung der Schulformempfehlungen zur Hauptschule in bedingte Realschulempfehlung wird nicht umgesetzt. Es werden trotzdem Hauptschulempfehlungen ausgesprochen. Es wurde in der Vergangenheit der Fehler gemacht, die Hauptschulen wegfallen zu lassen und damit Schüler*innen ohne Abschluss aus der Schule zu entlassen. Es sei jetzt wichtig, die Realschulen als Ganztagsschulen mit Handwerksausbildung anzubieten. Auch über den gewählten Realschulzweig sei ein Abitur möglich. Deshalb sollte man jetzt über die SEK I und nicht die SEK II nachdenken.

 

Frau Gödderz informiert sich, warum die SEP AG ohne politische Mitglieder bestehe. Des Weiteren äußert sie den Wunsch, dass ein Hauptschulabschluss an sämtlichen weiterführenden Schulen möglich ist.

 

Frau Büschenfeld erläutert die Sichtweise der Bezirksregierung Düsseldorf. Man habe gemeinsam in der Arbeitsgruppe gesessen und auch die ausführliche Analyse durchgearbeitet. Die Bezirksregierung Düsseldorf favorisiere die Gesamtschule für Oberhausen. Eine weitere Realschule würde zu weiteren Schulformwechslern führen. Da die Gesamtschule Osterfeld wieder 8-zügig ist, müsste diese derzeit alle Schüler*innen auffangen. Sie habe wie eine Hauptschule fungieren müssen. U. a. habe dies die Bezirksregierung dazu bewogen auch eine Gesamtschule vorzusehen. Eine Realschule mit Hauptschulzweig sei nicht möglich.

 

Herr Hermstein stellt klar, dass ausschließlich Gymnasien einen Klassenfrequenzwert von 29 und alle anderen weiterführenden Schulen von 27 Schüler*innen haben.

 

Herr Schmidt berichtet, dass es eine transparente Arbeitsgruppe mit 4 Treffen, sowie weiteren kleineren Sitzungen gegeben. Bedingt durch Covid-19 sei es jedoch zu Verzögerungen gekommen. Es sei aber ein offener Prozess gewesen, in dem sämtliche Varianten durchgespielt wurden. Es wurde insbesondere darauf geachtet, was den Schüler*innen am meisten hilft. Die Schülerzahlen in Oberhausen steigen genauso wie die in den umliegenden Städten. Ebenfalls wurde berücksichtigt, dass eine 2. Gesamtschule im Oberhausener Süden Sinn machen würde, da ansonsten weitere Kinder in Nachbarstädten beschult werden müssten. Hier wurde ebenfalls die Oberstufe durch die AG beleuchtet. Letztendlich waren auch die Einschätzungen der Bezirksregierung Düsseldorf mit entscheidend. Die Kostenermittlung hat hier keine Auswirkungen gehabt, vielmehr war die Frage, wie die Schüler*innen adäquat versorgt werden können. Eine konkrete Kostenermittlung hat jedoch noch nicht stattgefunden. In mehreren Gesprächen zwischen der Stadt Oberhausen und der Bezirksregierung Düsseldorf hat diese zum Ausdruck gebracht, dass es seitens der Bez. Reg. keine Dauerlösung nach § 132c geben wird. Die Hauptschuldurchmischung findet natürlich an allen Gesamtschulen statt. Als Standort für eine neue Schule kommt aufgrund des Flächenbedarfs ausschließlich der ehemalige Schulstandort der Hauptschule St. Michael in Betracht.

 

Herr Schmidt weist darauf hin, dass die Fasia-Jansen-Gesamtschule in Alt Oberhausen nicht genug Platz für die Oberhausener Schüler*innen bietet. Die Willy-Brandt-Gesamtschule in Mülheim hat aber perspektivisch auch nicht die Möglichkeit höhere Zahlen von Oberhausener Schüler*innen zu beschulen.

 

Herr Benter möchte festgehalten wissen, dass die SPD eine 5. Gesamtschule favorisiere, die CDU jedoch konsequent gegen eine neue Gesamtschule sei.

 

Herr Krey stellt klar, dass die Entscheidung, eine Gesamtschule und keine Realschule zu bauen keine  Idee der SPD sondern der Bezirksregierung Düsseldorf sei.

 

Lt. Frau Walter sei die Bez. Reg. Düsseldorf der Auffassung, dass die Realschulen nicht das Problem des § 132c lösen könnte.

 

Herr Große Brömer bricht einen Wortbeitrag einer Bürgerin ab, da sie nicht zum beratenden Kreis des Schulausschusses gehört und auch keine gewählte Elternvertreterin ist.

Er führt weiter aus, dass der SEP zeigt, dass für die Oberhausener Schüler*innen zusätzliche Plätze benötigt werden. Die AG ist den richtigen Weg gegangen. Der Vorschlag zu einer Gesamtschule ist auf Grundlage von Berechnungen und Diskussionen, aber nicht der Grundschulempfehlungen gefunden worden. Es soll eine Schule entstehen für die unterschiedlichsten Neigungen der Schüler*innen. Leider haben die Mitglieder des jetzigen Schulausschusses nicht die Kraft gefunden, einen Entschluss zu fassen. Herr Benter und die CDU wollen sich offensichtlich erst nach den Wahlen mit neuen Mehrheiten entscheiden.

 

Herr Benter teilt mit, dass sowohl die FDP, als auch die CDU eine andere Auffassung als die SPD haben. Deshalb konnte in diesem Schulausschuss kein Konsens gefunden werden.

 

Die Präsentation wird ohne weitere Wortmeldungen zur Kenntnis genommen und liegt der Niederschrift als Anlage bei.

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Anlagen zur Vorlage

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