06.02.2020 - 5.1 Pfarrentwicklungsplan- mündlicher Bericht -

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Beratung

Bezirksbürgermeister Ulrich Real begrüßt Herrn Dr. Fabritz, welcher sich für die Einladung bedankt. Herr Dr. Fabritz erklärt, dass die Stadt Oberhausen ein erhöhtes Interesse für die Entwicklung der katholischen Kirche vor Ort hat.

 

Er erläutert die Veränderungen des Pfarrentwicklungsprozesses (PEP), der in keiner Region so stark betrieben wird, wie im Bistum Essen.

 

Im Jahr 1958, der Gründung des Bistum Essens, war das Bistum zu 100% auf die Einnahmen aus der Kirchensteuer angewiesen. Zu diesem Zeitpunkt zählte das Bistum 1.500.000 Mio. Katholiken/innen. Im Jahr 2020 waren es nur noch 730.000 Personen.

 

Die letzte Kirche wurde 1978 in Oberhausen in der Walsumermark gebaut.

 

Auf Grund der sinkenden Zahlen an Katholiken/innen wurden seitens des Bistums entsprechende Rationalisierungsmaßnahmen initiiert und im Jahr 2006 eine Strukturreform, mit der Maxime Einsparpotentiale zu erzielen, eingeleitet.

 

In den Jahren 2006 - 2008 wurden 96 Kirchen aufgegeben, was eine Reduzierung von 325 auf 43 Gemeinden bedeutete.

Ehemalige Pfarreien verloren ihren Rechtscharakter und der Begriff der Pfarrei wurde iin dieser Zeit neu definiert.

 

Derzeit gibt es 4 Pfarreien in Oberhausen von denen St. Clemens in Sterkrade Mitte die Größte ist.

Durch den Bischof wurde den Pfarreien im Zuge des Peps eine höhere Autonomie zugestanden mit dem Ziel einen ausgeglichenen Haushalt sicher zu stellen und dem Votum für den PEP verbunden mit einer zielorientierten Entwicklung bis zum Jahr 2030.

 

Die Intention die hierdurch verfolgt wird ist, dass jede Region eine Gemeinde bilden soll, wobei Standortfragen in puncto Zusammenschluss der Kirchen zu eruieren sind.

Beispielhaft nennt er verschiedene Standorte an denen Vermarktungen und Zusammenschlüsse vorgesehen sind.

 

Anschließend erläutert Herr Dr. Fabritz die Planungen für den zukünftigen Bau von Kindertageseinrichtungen (Kitas), die größer und moderner werden sollen. Er teilt mit, dass ein Abbau von Kitaplätzen, bei einem Neubau nicht beabsichtigt ist und beantwortet damit auch eine Nachfrage von Frau Axt.

 

Die Nachfrage von Bezirksbürgermeister Ulrich Real, ob eine vorzeitiger Baubeginn von Kitas trotz mangelnder Erlöse stattfinden kann, verneint Herr Dr. Fabritz.

 

Abschließend richtet Cordes den Appell an die Verwaltung die Katholische Kirche in ihren Vorhaben zu unterstützen.

 

Herr Dr. Fabritz bedankt sich für die Aufmerksamkeit. 

 

Danach nimmt die Bezirksvertretung Sterkrade die mdl. Ausführungen zur Kenntnis.