28.11.2019 - 12 Plangenehmigungsverfahren Hauptkanal Sterkrade
Grunddaten
- TOP:
- Ö 12
- Sitzung:
-
25. Sitzung des Naturschutzbeirates
- Zusätze:
- -mündlicher Bericht- (Emschergenossenschaft – Herr Pohl)
- Gremium:
- Naturschutzbeirat
- Datum:
- Do., 28.11.2019
- Status:
- gemischt
- Uhrzeit:
- 14:00
- Anlass:
- Sitzung
Beratung
Herr Pohl und Herr Hower (Emschergenossenschaft) präsentieren Planungen für den Hauptkanal Sterkrade, die sich derzeit in einem wasserrechtlichen Plangenehmigungsverfahren befinden. Anhand von detaillierten Karten stellen sie den Hauptkanal Sterkrade über seine gesamte Fließstrecke und insbesondere den Bau eines für die Regenwasserbehandlung erforderlichen Retentionsraums an der Egelsfurthstraße vor.
Die landschaftspflegerische Begleitplanung weist die mit der Planung verbundenen unvermeidbaren Eingriffe auf. Betroffen sind überwiegend Ackerflächen und Mischrasen, aber auch 44 Einzelgehölze (überwiegend auf Deichabschnitten) sowie 2 Alleebäume sind betroffen. Durch eine Verschiebung des Retentionsraumes nach Westen kann eine wertvolle Platanengruppe erhalten werden.
Als Kompensation ist die Pflanzung von 31 Einzelgehölzen (u.a. 4 Alleebäume) sowie von Gehölzbewuchs im Retentionsraum vorgesehen. Deiche und Deichschutzstreifen müssen jedoch gehölzfrei bleiben. In der Bilanz wird ein Überschuss von ca. 9.000 m² ausgewiesen.
Während der Bauphase sind Belastungen zwischen der Weierstraße und der Leuthenstraße zu erwarten. Insbesondere ist mit Lärm und Erschütterungen (durch Baumaschinen und LKW-Verkehr), Staub (durch Erdbewegungen und Wind) sowie Teilsperrungen und Umleitungen von Straßenabschnitten zu rechnen. In diesem Zusammenhang ist eine Bürgerinformation vorgesehen.
Herr Tomec bittet um Mitteilung, ob vorhandene Staudenflächen zukünftig durch Weidenaufwuchs verdrängt werden. Herr Hower bestätigt diese Annahme und hält eine regelmäßige Mahd der betroffenen Flächen für erforderlich. Herr Ewald Köster weist darauf hin, dass mit diesem Projekt wiederum größere Ackerflächen für die Landwirtschaft verloren gehen, und Frau Schiemanowski fragt nach einer möglichen Einzäunung der Retentionsbecken. Nach Angaben von Herrn Pohl werden die Becken wegen der unmittelbaren Nähe von zwei Schulen eingezäunt.
