28.11.2019 - 8 „Kalksee Lirich“
Grunddaten
- TOP:
- Ö 8
- Sitzung:
-
25. Sitzung des Naturschutzbeirates
- Zusätze:
- -mündlicher Bericht-
- Gremium:
- Naturschutzbeirat
- Datum:
- Do., 28.11.2019
- Status:
- gemischt
- Uhrzeit:
- 14:00
- Anlass:
- Sitzung
Beratung
Herr Kopka berichtet über den sogenannten „Kalksee Lirich“ an der Bundesautobahn A 3 (Ruhrorter Straße). Östlich der Autobahn-Anschlussstelle Lirich wurden dort im Bereich einer vormaligen Auskiesung seitens der in Duisburg ansässigen Rütgerswerke ab den 1930ger Jahren bis in die 1970ger Jahre ca. 450.000 m³ phenolhaltige Kalkschlämme abgelagert. Nach Beendigung der Auffüllung erfolgte eine Übererdung und Bewaldung überwiegend mit Robinien. Aktuelle Untersuchungen haben nun ergeben, dass die Standsicherheit der einige Meter über Gelände anstehenden Ablagerung insbesondere an ihren Rändern, die teilweise steile Böschungsbereiche aufweisen, nicht mehr gegeben ist. Zum Schutz der angrenzende Wohnbebauung und des benachbarten Kleingartenvereins Lirich sind daher Sicherungsmaßnahmen erforderlich. Mit Hilfe von Spundwänden an den Randbereichen der Deponie soll das mehrere Meter über dem sonstigen Gelände-Niveau liegende Areal stabilisiert werden. Um eine zusätzliche Bodenabdeckung zu ermöglichen muss zuvor der gesamte Aufwuchs entfernt werden. Anschließend ist voraussichtlich eine Wiederaufforstung vorgesehen.
Damit die Spundwände gesetzt und anschließend die abgeflachten Böschungen begrünt werden können, ist die Errichtung einer Baustraße im Randbereich der Deponie erforderlich. Im Rahmen einer Bürgerversammlung wurden die Anwohner über den Umfang der Arbeiten informiert. Mit den Nutzern der Kleingartenanlage sollen ebenfalls Abstimmungsgespräche stattfinden.
Herr Filarsky fragt nach, warum nicht die gesamte Aufschüttung entfernt werden kann. Herr Kopka erläutert, dass dafür keine ausreichenden Deponie- oder Verbrennungskapazitäten zur Verfügung ständen. Zudem handelt es sich bei der geplanten Sicherungsmaßnahme um ein nach Bodenschutz- und Altlastenrecht zulässige und vorgesehene Sicherungsmaßnahme.
Herr Bahne bedankt sich für den mündlichen Bericht, der Beirat wird die weitere Planung aufmerksam beobachten.
