26.09.2019 - 5 Bau eines Stauraumkanals Am HandbruchVorbereite...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Sitzung:
-
24. Sitzung des Naturschutzbeirates
- Zusätze:
- -Bericht-
- Gremium:
- Naturschutzbeirat
- Datum:
- Do., 26.09.2019
- Status:
- gemischt
- Uhrzeit:
- 14:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführung:
- Umweltschutz
- Bearbeitung:
- Brigitte Netterdon
Beratung
Frau Rolf führt in das Thema ein und stellt die Vertreter der Emschergenossenschaft vor.
Herr Hassenberg erläutert den vorliegenden Bericht anhand von Schaubildern. Im Zuge des Umbaus des Emschersystems bedarf es einer Trennung von Schmutz- und Regenwasser aus dem Bereich Schmachtendorf vor der Einleitung in das zukünftige System. Dazu sind im Einzugsgebiet des Pumpwerkes an der Wöhlerstraße verschiedene bautechnische Maßnahmen vorgesehen.
Eine der technischen Maßnahmen ist der Bau des Stauraumkanals OB-Waldteichgraben. Zum Schutz des Biotops und der vorhandenen Gehölze wird dieser Stauraumkanal im unterirdischen Vortrieb hergestellt. Auf Nachfrage zu möglichen Baumfällungen stellt Herr Rother dar, dass Gehölzentnahmen im Bereich der Baugruben und der Maschinenstandorte erfolgen und anschließend wieder Ersatzpflanzungen angelegt werden. Ein Landschaftspflegerischer Begleitplan zu der Maßnahme liegt vor. Als weitere Baumaßnahme muss die vorhandene Drainageleitung, die die Bebauung und die Gärten an der „Bahnstraße“ und „Am Handbruch“ trocken hält, erneuert werden.
Herr Rother erläutert, dass die Emschergenossenschaft ergänzend zu den abwassertechnischen Neuerungen eine Maßnahme vorschlägt, die dem Erhalt des Waldteich-Biotops zu Gute kommen soll. Er weist auf die reduzierten Niederschlagsmengen der letzten Jahre hin, die zu einer Verringerung der offenen Wasserfläche im Biotop geführt haben und hebt den Status des geschützten Biotops mit vielen seltenen und geschützten Tier- und Pflanzenarten hervor, für deren Erhalt eine Anhebung des Grundwasserstandes im Biotop notwendig ist. Zu diesem Zweck hat die Emschergenossenschaft ein aufwendiges Grundwassermodell erstellt, mit dessen Hilfe die Errichtung einer Spundwand geplant wurde. Mit einer solchen Spundwand soll erreicht werden, dass die Wasserführung im Biotop ansteigt, ohne dass die Keller und Gärten der Bebauung auf der anderen Seite des Walles vernässen. Die Spundwand wird voraussichtlich entlang der biotopabgewandten Seite des Walles auf einer Länge von 105 m errichtet werden und ca. 1,5 Meter über die Geländeoberkante hinausragen. Eine Eingrünung ist vorgesehen.
Im Zusammenhang mit den erforderlichen Baumaßnahmen ist eine Kampfmittelsondierung erforderlich. Im Falle einer Kampfmittelbeseitigung können erhebliche Beeinträchtigungen des Biotops nicht ausgeschlossen werden. Sollte dies der Fall sein, wäre dafür eine Ausnahmegenehmigung erforderlich.
Herr Rautenberg von der BSWR bestätigt den seit etwa 2013 verringerten Wasserstand im Bereich des Biotops. Frau Hingmann schlägt vor, das Wasser aus der Drainage dem Biotop zuzuführen. Nach Angaben von Herrn Hassenberg ist der Eisengehalt des Drainagewassers jedoch zu hoch. Frau Rolf weist auf den hohen Unterhaltungsaufwand hin und erinnert an die Einleitung des Niederschlagwassers aus dem SEGRO-Gelände. Herr Kopka hofft, dass mit den geplanten Maßnahmen zukünftig ein beständigerer Wasserstand erreicht werden kann. Die Spundwand soll über den Verbandsbeitrag finanziert werden. Hierzu ist noch eine Entscheidung des Rates der Stadt Oberhausen erforderlich.
Herr Bahne dankt im Namen des Beirates für den ausführlichen Sachstandsbericht und bittet, den Beirat über den weiteren Verlauf der Maßnahme zu informieren.
Anlagen zur Vorlage
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1
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öffentlich
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3,7 MB
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265,5 kB
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