12.09.2019 - 3.1 Fällung städtischer Bäume

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Beratung

Aus der Vorlage ist für Herrn Ingendoh ersichtlich, dass die Baumkommission mehr Anträgen auf Fällung eines Baumes abgelehnt als Anträgen zugestimmt hat. Hier wird nicht nach Populismus entschieden, sondern nach den vorliegenden gesetzlichen Regelungen.

 

Herr Nowak geht auf den Punkt 6 - Dellerheide 2 / Fällung einer Eiche - ein. Nach einer kurzen Erläuterung der durch den Eichenprozessionsspinner verursachten Schäden im Umfeld dieses herrlichen Baumes fragt Herr Nowak nach, inwieweit die Stadt Oberhausen über ein eigenes Team zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners verfügt, da Spezialfirmen wegen der großen Nachfrage kaum noch zu bekommen sind. Aufgrund der erheblichen Probleme für die Familie, verursacht durch die Auswirkungen des Eichenprozessionsspinners, fragt Herr Nowak nach der Beteiligung des Gesundheitsamtes. Außerdem stellt sich für Herrn Nowak die Frage, inwieweit die Familie während des Raupenbefalls woanders untergebracht werden kann.

 

Frau Ölsner informiert Herrn Nowak darüber, dass die Stadt Oberhausen wegen der großen Nachfrage die Oberhausener Gebäudemanagement GmbH frühzeitig mit der Ausschreibung zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners beauftragt.

Für die Feuerwehr schließt Herr Auschrat eine Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners wegen der fehlenden Spezialausbildung aus. In solchen Fällen kann die Feuerwehr nur mit Absperrmaßnahmen unterstützend tätig werden.

Herr Koschnik weist darauf hin, dass neben dem Eichenprozessionsspinner auch andere Erkrankungen bekämpft werden. Speziell wegen der genannten Eiche vor dem Haus Dellerheide 2 sind ca. 25 Überprüfungen vor Ort durchgeführt worden.

 

Herr Eidam macht noch einmal deutlich, dass der Baum selber gesund ist. Die Schäden und Gefahren gehen von dem Eichenprozessionsspinner aus. Bei dem Ortstermin ist der betroffenen Familie mitgeteilt worden, dass im nächsten Jahr bei einem erneuten Befall als letzte Maßnahme noch einmal versucht wird, den Eichenprozessionsspinner mit 90 Grad heißem Dampf zu bekämpfen. Ansonsten soll der Baum gefällt werden.

 

Herr Berndt bittet Herrn Koschnik um eine Einschätzung von den vorgenannten 25 Einsätzen an diesem Standort im Verhältnis zu Einsätzen an anderen Standorten. Herr Koschnik erläutert die Problematik an dieser ca. 200-jährigen Eiche und die anfangs durchgeführten täglichen Kontrollen, die sich später in den zeitlichen Abständen auf eine Woche vergrößert haben. Die getroffenen Präventivmaßnahmen waren richtig, weil ansonsten der Befall wahrscheinlich noch größer gewesen wäre.

 

Frau Beigeordnete Lauxen erinnert an die Diskussionen zum Umgang mit der auch in Oberhausen durch den Eichenprozessionspinner ausgelösten Plage im Umweltausschuss. Dabei ist in einem Abwägungsprozess der derzeitige Mitteleinsatz festgelegt worden. Außerdem befindet sich die Stadt Oberhausen mit den Nachbargemeinden in einem Austausch über das weitere Vorgehen. Aufgrund der gesammelten Erfahrungen soll ein gemeinsamer Stufenplan erarbeitet werden.

 

Eine Frage von Frau Cremer nach Warnhinweisen bei einem Befall von Bäumen durch den Eichenprozessionsspinner, wie in anderen Städten auch, wird von Herrn Koschnik dahingehend beantwortet, dass aufgrund der durch Windverwehung verursachten Schäden mit einem Radius von mehr als 300 Metern solche Schilder nicht richtig zweckmäßig sind.

 

Nach erfolgter Beschlussfassung bittet der betroffene Anwohner, Herr Hallay von der Straße Dellerheide 2, um ein Rederecht. Herr Bezirksbürgermeister Real lehnt das Rederecht für Hallay mit dem Hinweis ab, dass Herr Hallay schon ausreichend Gespräche mit den hierfür zuständigen Mitgliedern der Baumkommission und somit mit der Bezirksvertretung Sterkrade sowie der Fachverwaltung geführt hat. Die weiteren Maßnahmen und das weitere Vorgehen wurden mit Herrn Hallay ausführlich besprochen. Des Weiteren handelt es sich bei dieser Sitzung um eine Arbeitssitzung der Bezirksvertretung Sterkrade und nicht um eine Bürgerversammlung.

 

Ein Antrag von Herrn Nowak auf ein Rederecht für Herrn Hallay wird von Herrn Bezirksbürgermeister Real aufgrund der vorherigen Begründung abgelehnt. Daraufhin verlässt Herr Carstensen von der Linke.Liste aus Protest die Sitzung der Bezirksvertretung Sterkrade um 19:20 Uhr.

 

Eine Nachfrage von Herrn Cordes zu den unter dem Punkt 17 aufgeführten vertrockneten Bäumen wird von Herrn Koschnik beantwortet.

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Beschluss

Die Bezirksvertretung Sterkrade fasst einstimmig folgenden Beschluss:

 

Beschlussvorschlag

 

Die Bezirksvertretung Sterkrade stimmt der Empfehlung der Baumkommission entsprechend der nachstehenden Begründungen zu.