29.08.2019 - 8 Antrag der Fraktion DIE LINKE.LISTE im Rat gemä...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 8
- Sitzung:
-
34. Sitzung des Umweltausschusses
- Gremium:
- Umweltausschuss
- Datum:
- Do., 29.08.2019
- Status:
- gemischt
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Antragsvorlage
- Federführung:
- Die LINKE.LISTE Fraktion
- Bearbeitung:
- Michael Hake
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Beratung
Frau Lauxen teilt mit, dass bisher in Parkanlagen, Wäldern und auf städtischen Grünflächen 293 Bäume abgestorben sind, die Kontrolle aber noch nicht abgeschlossen ist. Es werden ca. 120 Bäume an den Straßen und auf städtischen Grundstücken hinzukommen. 541 Bäume sind bereits auf Grund der Hitze/Trockenheit gefällt worden, für die im Straßenraum und Ersatzbäume gepflanzt werden. Allerdings sei beim Nachpflanzen das Umstellen auf klimaresistentere Arten zu berücksichtigen. Es wird auf eine Vielfältigkeit der Pflanzungen gesetzt. Für 611 gepflanzte Jungbäume wurden 6020 Gießvorgänge in den letzten zwei Jahren vorgenommen. Bei der OGM wird ein Kataster für jede Maßnahme an jedem Baum geführt. Sie regt an über die Presse bei der Bevölkerung um Hilfe zu bitten.
Herr Flore weist darauf hin, dass andere Städte mit Baumrigolen arbeiten, und Wassersäcke besser sind als das Gießen von oben. Er erbittet für die nächste oder übernächste Sitzung einen Bericht, wie mit dem Problem umgegangen wird.
Herr Karschti sieht hierin eine originäre Aufgabe eines Klimaschutzmanagers, um ein vernünftiges, langfristiges Konzept für städtische Bäume aufzustellen.
Für Herrn Bandel rächen sich die Versäumnisse und Fehler der Vergangenheit. Die einzige Hilfe für die Bäume sei nunmehr das Entsiegeln und das Aufbrechen von Flächen.
Frau Schreiber-Eitschberger fragt an, was mit dem beim Fällen angefallenen Holz passiert.
Herr Werntgen-Orman antwortet, dass gefällte Waldbäume zum Teil gewollt liegengelassen und Straßenbäume natürlich abtransportiert werden.
Er referiert über das Problem der Rußrindenkrankheit, die nur Ahorne befallen. Die Sporen der Pilze sind in hoher Konzentration auch für den Menschen schädlich. An sechs von der OGM untersuchten Ahorne wurden drei Pilzbefalle bestätigt. Er weist besorgt darauf hin, dass im Stadtgebiet 7000 Ahorne stehen und sich die Haushaltsmittel für die Gefahrenabwehr mittlerweile vervierfacht haben.
Herr Blanke äußert, dass jeder Baum, der im Stadtgebiet fehlt, ein Baum zu wenig sei.
Herr Bandel führt aus, dass der massive Befall der Bäume mit Schädlingen lediglich Nebenwirkungen sind. Der Zustand der städtischen Bäume wird immer kritischer.
Da die Platanen die heißen Sommer offensichtlich gut überstanden haben, bittet Frau Kirsten von unnötigen Fällungen Abstand zu nehmen.
