08.07.2019 - 37.3.1 gemeinsamer Änderungsantrag gemäß § 4 der Gesch...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 37.3.1
- Sitzung:
-
38. Sitzung des Rates der Stadt
- Gremium:
- Rat der Stadt
- Datum:
- Mo., 08.07.2019
- Status:
- gemischt
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Antragsvorlage
- Federführung:
- Geschäftsstelle der SPD-Fraktion
- Bearbeitung:
- Patrick Brenger
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Beratung
Stadtv. Telli begründet den Antrag. Damit dem Wunsch vieler Menschen, möglichst lange zu Hause zu wohnen, entsprochen werden kann, muss die Wohnberatung und die Zahl der Kurz- und Tagespflegeplätze in Oberhausen ausgebaut werden. Den sechs Quartiersbüros im Oberhausener Stadtgebiet soll bei der Aufklärung und Information eine wichtige Rolle zukommen.
Beschluss
Rat der Stadt - mit Beteiligung des Oberbürgermeisters - fasst einstimmig folgenden Beschluss:
"Der Rat beschließt folgende Punkte:
1. Die Tages- und Kurzzeitpflege sowie die „Junge Pflege“ müssen ausgebaut werden. Hierzu zählt nicht nur die Erweiterung der Pflegeplätze, sondern auch die Entwicklung bzw. Verbesserung von Qualitätsstandards.
2. Das Angebot der „Interkulturellen Pflege“ muss weiterentwickelt und von der Stadt Oberhausen umfangreicher beworben werden.
3. Der Angebotsausbau der Demenz-Wohngemeinschaften ist anzustreben. Die bisher noch ausreichende Anzahl von Demenz-Wohngemeinschaften muss zukunftsorientiert und bedarfsgerecht angepasst werden.
4. Der Umbau von bestehenden Wohnungen sollte gefördert werden. Bei dieser Planung ist Unterpunkt 8 aus dem interfraktionellen Antrag (A/16/4177-02) - Senioren im Mittelpunkt - zu berücksichtigen bzw. zu integrieren.
Hierbei ist unter anderem die frauengerechte Wohn- und Altersplanung in Bezug auf die Feminisierung des Alters zu beachten, und entsprechende Lösungsansätze sind zu erarbeiten.
Die derzeitige Beratung im Bereich des seniorengerechten Wohnens muss hierfür neu konzipiert werden. Die Beratung sollte nicht nur passiv erfolgen, sondern ist auch aktiv zu gestalten. Zusätzlich zur Beratung über seniorengerechtes Wohnen muss auch eine Beratung für Wohnungsbaugesellschaften, freien Trägern, etc. angeboten werden.
Zu den genannten Punkten sind von der Stadt Oberhausen Handlungsempfehlungen zu erarbeiten und dann dem Rat der Stadt bis zum Ende des Jahres 2019 zur Beschlussfassung vorzulegen. Nach der Beschlussfassung sollen die Handlungsempfehlungen zusätzlich als Arbeitsgrundlage für die sechs beschlossenen Quartiersbüros in Oberhausen dienen und deshalb in die Aufgabenbeschreibung für die Büros integriert werden. Hier sollte ebenfalls der interfraktionelle Antrag A/16/4177-02 Berücksichtigung finden.
Die Entwicklung und Einführung eines Konzeptes zum Thema „Diversity Management“ im Bereich der Alten- und Pflegeplanung ist zu prüfen. Außerdem sind die notwendigen Maßnahmen eines solchen Konzeptes darzustellen. Es soll als zeitgemäßes Mittel für den Umgang mit unterschiedlichsten Menschen mit vielfältigen Identitäten implementiert werden.
In diesem Zusammenhang soll die kommunale Inklusionsplanung Berücksichtigung finden.
Außerdem wird die Stadt Oberhausen beauftragt, bei der Entwicklung der Handlungsempfehlungen die örtlichen Wohnungsbaugesellschaften zu beteiligen. Für die Umsetzung und weitere Vorgehensweise ist die Akquise von Fördermitteln zu forcieren."
