21.02.2019 - 5 Mitteilungen der Verwaltung

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Beratung

Herr Dreschmann teilt für die Untere Naturschutzbehörde mit:

 

1. Das Wolfsgebiet wurde durch eine Pufferzone erweitert. Hier bestehen die gleichen Fördermöglichkeiten zum Herdenschutz, wie im restlichen Wolfsgebiet. Es werden auch die gleichen Entschädigungszahlungen des Landes Nordrhein-Westfalen bei Tierverlusten gezahlt. Die Pufferzone umfasst auf Oberhausener Stadtgebiet die Bereiche nordwestlich der A2 und der A3 (LSG 1.2.3 Hühnerheide, LSG 1.2.5 Lohfeld, LSG 1.2.6 Elsenbruch und das Waldteichgelände). Darüber hinaus wurde die Förderrichtlinie dahingehend angepasst, dass die Förderung der Präventionsmaßnahmen für den Herdenschutz mittlerweile 100 % beträgt. Der Plan „Wolfsgebiet Schermbeck“ mit umliegender Pufferzone wird als Anlage der Niederschrift beigefügt.

 

2. Der jährliche Frühjahrsputz „Super Sauber Oberhausen“ findet in diesem Jahr vom 30.03. - 06.04.2019 statt.

 

3. Die Schulung der Oberhausener Naturschutzwacht mit Frau Dr. Hein (NUA) findet am 19.03.2019 ab 14:00 Uhr im Zimmer 117 des Rathauses in der Schwartzstraße 72 statt.

 

4. Der Landschaftsplan soll in Kürze digital im Internet über das neue Behördeninformationssystem der Stadt Oberhausen (BIS) abrufbar sein. Der entsprechende Link wird in einer der nächsten Sitzungen mitgeteilt. Sollte seitens einzelner Beiratsmitglieder Bedarf an einer früheren Übermittlung des Planwerks in digitaler Form bestehen, nimmt die Verwaltung dies gerne entgegen und wird im Nachgang zur Sitzung den Landschaftsplan auf CD an die entsprechenden Mitglieder versenden.

 

5. Der Feuersalamander ist stark von dem Chytridpilz (Bsal) betroffen. In über 96% der Fälle sterben die infizierten Individuen innerhalb von 2 Wochen. Experten befürchten, dass die gesamte Feuersalamanderpopulation hierdurch bald vom Aussterben bedroht sein könnte. Seit 2017 wurde der Pilz erstmals im Ruhrgebiet nachgewiesen. In Mülheim an der Ruhr, Essen und Bochum wurden bereits Feuersalamandervorkommen nachweislich mit dem Chytridpilz infiziert. In Oberhausen gab es noch keinen positiven Nachweis. Daher gilt es die Populationen in Oberhausen (insbesondere im Repierpark Vonderort, Sterkrader Wald und Hiesfelder Wald) besonders vor einer Infektion zu schützen.

Hierzu bittet die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet um folgende Verhaltensregeln:

 Bleiben Sie beim Betreten der Wälder unbedingt auf den vorgegebenen Wegen,

 Es sollen keine Bachufer und Ufer anderer Gewässer, insbesondere in Wäldern oder an dessen Rändern betreten werden. Dies gilt auch für Hunde, Pferde, usw …,

 Melden Sie tote Feuersalamander der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet, damit eine Untersuchung auf den Chytridpilz durchgeführt werden kann.

 

Die Verwaltung der Stadt Oberhausen bittet darüber hinaus, dass keine aktive Suche nach Feuersalamandervorkommen durchgeführt wird und die Verbote, insbesondere das Wegegebot in den Naturschutzgebieten konsequent eingehalten wird.