21.02.2019 - 4 Bebauungsplan Nr. 741 – Konrad-Adenauer-Allee /...

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Beratung

Frau Rolf führt kurz in das Thema ein. Das Plangebiet liegt teilweise im Geltungsbereich des Landschaftsplanes, und eine dort vorhandene Allee ist von den geplanten Maßnahmen direkt betroffen.

 

Herr Willems (Bereich 5-1-20/Stadtplanung) stellt anschließend die Planung vor. Anhand eines Luftbildes erläutert er die Lage des alten Fabrikgebäudes im Stadtgebiet, an der sich westlich eine alte Waldfläche anschließt.

 

Er verweist auf den Ratsbeschluss vom 25.09.2017 und die Bekanntgabe des Aufstellungsbeschlusses vom 16.10.2017. Die Planungsziele sehen hier ein Gewerbegebiet vor. Nach dem städtebaulichen Vorentwurf handelt es sich um bereits vorhandene Gebäudehallen (ca. 20 m hoch), die durch Ergänzungsgebäude im Eingangsbereich (ca. 40 m hoch) erweitert werden sollen. Nutzungsziel ist nicht die Errichtung eines reinen Fitness-Studios, sondern parallel sollen auch Präsentationsflächen für Ausstellungen und Messen sowie Verkaufsflächen (unter 800 m²) entstehen.

 

Herr Willems berichtet anschließend über den weiteren Verfahrensablauf (Beteiligung, Auslegung, Abwägungen, Satzungsbeschluss und Bekanntmachung) und geht dann auf die möglichen Veränderungen der Verkehrssituation ein. Im Rahmen einer Verkehrszählung und der Erstellung eines Mobilitätskonzeptes soll eine Verkehrsmengenprognose erstellt und das Ergebnis durch einen Gutachter bewertet werden. Durch eine Aufweitung der vorhandenen Straßen um eine zusätzliche Fahrspur soll insbesondere der abfahrende Verkehr beschleunigt werden.

 

Anhand eines Ausschnittes aus dem Landschaftsplan zeigt Herr Willems auf, inwieweit der Landschaftsplan, die Waldflächen und aber auch die schützenswerte Allee betroffen sind. Eine Bewertung des Eingriffs steht in diesem Zusammenhang noch aus.

 

In der anschließenden Diskussionsrunde regt Herr Tomec an, Nisthilfen für Gebäude- und Koloniebrüter zu errichten und die restlichen Freiflächen ökologisch aufzuwerten (z. B. durch Blühstreifen), so dass eine komplette Versiegelung der Flächen verhindert wird. Herr von der Bey und Herr Filarsky weisen auf die jetzt schon schwierige Verkehrssituation hin und fragen nach, welche Verkehrsoptimierungen für den gesamten Centro-Bereich vorgesehen sind. Herr Willems erläutert, dass neben den geplanten Stellplätzen weitere Parkmöglichkeiten für Tagesbesucher im Parkhaus 8 des Centros angemietet werden sollen. Auch die Errichtung eines neuen Parkhauses wird nicht ausgeschlossen. Hierzu wird ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben.

 

Frau Schiemanowski spricht neben der Verkehrsproblematik auch den Lärm an und fragt, ob in dem Verfahren eine Befreiung des Beirates erforderlich ist. Frau Rolf entgegnet, dass bei Maßnahmen im Geltungsbereich des Landschaftsplanes eine Befreiung nicht erforderlich ist und ein Ratsbeschluss den Landschaftsplan zurücktreten lässt. Erforderliche Ausgleichsmaßnahmen werden zu einem späteren Zeitpunkt konkretisiert.

 

Herr von der Bey weist auf den Gasometer als Wahrzeichen für Oberhausen hin und sieht in der Errichtung eines 40 m hohen Eingangsbereiches eine Beeinträchtigung. Nach Angaben von Herrn Willems wurden diese Aspekte bei der Planung berücksichtigt. Das Eingangsportal macht sich gegenüber dem Gasometer (Höhe 118 m) nicht deutlich bemerkbar, so dass Beeinträchtigungen nicht zu befürchten sind.

 

Herr Bahne dankt im Namen des Beirates für den interessanten Sachstandsbericht. Der Beirat wird die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen.