11.02.2019 - 1.1 Sachstand zur Erschließung der Oberhausener Gew...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 1.1
- Sitzung:
-
35. Sitzung des Hauptausschusses
- Gremium:
- Hauptausschuss
- Datum:
- Mo., 11.02.2019
- Status:
- gemischt
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
Beratung
Herr Lichtenheld berichtet, dass im Bereich der Gewerbegebiete bereits 2016/2017 eine marktgetriebene Akquise zum Thema Breitband/Glasfaser durch die Fa. Versatel erfolgte.
Seit dem 07.02.2017 besteht eine Kooperation mit „Digital in NRW", dem Kompetenzzentrum für den Mittelstand. Unternehmen haben hierüber direkten Zugriff auf Beratung zu Digitalisierungsfragen.
Die tatsächliche Bedarfslage der Unternehmen ist eine unbekannte Größe. Im Dezember 2017 hat die Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin und die OWT (IHK, Unternehmensverband Ruhr-Niederrhein, HWK) eine zunächst anonymisierte und danach personalisierte Befragung durchgeführt. Bei der personalisierten Befragung haben 8 Unternehmen ausgeführt, das Internet sei nicht so ausreichend, wie es benötigt wird. In diesen Einzelfällen ist die OWT auf die Unternehmen zugegangen und hat mit diesen gemeinsam nach kurzfristigen, individuellen Lösungen gesucht. Unter Einbindung der Telekommunikationsanbieter konnten teilweise durch Änderungen der Versorgungsverträge Verbesserungen erzielt werden.
Ziel von Bund und Land ist ein flächendeckendes gigabitfähiges Netz, welches nur über ein Glasfasernetz abgebildet werden kann. Aktuell sind in NRW weniger als 10 % der Haushalte mit Glasfaser ausgestattet. Bis 2022 soll die Versorgung von Schulen, Krankenhäusern und Gewerbegebieten und bis 2025 die flächendeckende Versorgung mit Glasfaseranschlüssen erfolgen.
Über den „Sonderaufruf Gewerbegebiete" vom 15.11.2018 besteht nunmehr die Möglichkeit, Fördermittel für den Ausbau der aus dem Flächennutzungsplan identifizierten und noch unterversorgten Gewerbegebiete zu beantragen.
Soweit ein marktgetriebener Ausbau durch die Telekommunikationsunternehmen nicht beabsichtigt ist und die Aufgreifschwellen erfüllt sind, könnten die 52 ausgewiesenen Gewerbeflächen einer Förderung zum Breitbandausbau mit Glasfaser zugeführt werden.
Die Erstellung eines Next Generation Access - Entwicklungskonzeptes (NGA) für die Stadt Oberhausen, durch einen unabhängigen Berater, wird von Land NRW gefördert. Die Auftragsvergabe steht kurz bevor. Basierend auf den Ergebnissen des dort enthaltenen Markterkundungsverfahrens ist eine Gesamtstrategie abzuleiten und auch die möglichen Förderanträge zu stellen.
Ohne flächendeckendes Glasfasernetz wird Oberhausen kein wettbewerbsfähiger und zukunftsfähiger Wirtschaftsstandort sein. Der kommende 5G Funkstandard sowie weitere Zukunftstechnologien setzen dies schlichtweg voraus.
Die im Rahmen der folgenden Diskussion aufgeworfenen Fragen von Stadtv. Runkler, Stadtv. Emmerich, Stadtv. Tüzün und Stadtv. Karschti beantworten Herr Lichtenheld, Herr Lerch, 1. Beig. und StK. Tsalastras und OB Schranz.
Dabei ging es z. B. um den Nachholbedarf bei der Digitalisierung in Oberhausen, die Belastbarkeit der Daten und die Gesamtstrategie, die das gesamte Stadtgebiet einschließlich der Schulen, Gewerbebetriebe, eigenen Interessen und Privatkunden im Blick hat. Die Bitte war, zukünftig eine Berichterstattung in den Ratsgremien vorzusehen.
