19.11.2018 - 5.6.2 Interfraktioneller Änderungsantrag zu A/16/3981...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Beschluss

Rat der Stadt - mit Beteiligung des Oberbürgermeisters - fasst einstimmig bei Enthaltung der LINKE LISTE Fraktion zu Textziffer 2 und 8 des Beschlussvorschlages folgenden Beschluss:

 

"Der Rat der Stadt beauftragt die Verwaltung,

 

1. 6 Quartierbüros in den einzelnen Sozialräumen vorzuhalten. Die beinhaltet die Aufrechterhaltung von 4 bestehenden Quartierbüros sowie die Einrichtung zweier weiterer in den Sozialräumen Osterfeld und Alstaden/Lirich. Das Profil der Quartiersbüros und die notwendigen Qualitätsstandards sollen durch ein Konzept erarbeitet werden. Hierbei sind Synergien mit neuen und vorhandenen Einrichtungen wünschenswert.

 

2. Beschäftigungsprogramme zu nutzen und Angebote für Langzeitarbeitslose zur Unterstützung der Arbeit der Quartierbüros zu schaffen.

 

3. eine jährliche „Quartierskonferenz“ zur verbesserten Kommunikation der Akteure, um zielgruppenspezifischer Angebote zu entwickeln bzw. zu bewerten.

 

4. eine Informationsoffensive zu starten. Die Seniorinnen und Senioren sollen ein personalisiertes Anschreiben erhalten, um mögliche Hilfebedarfe zu identifizieren und um sie mit Informationen über alle Unterstützungs- und Freizeitangebote im Wohnumfeld zu versorgen. Die ausgearbeiteten Informationen sollen niederschwellig bei Dritten (Apotheken, Ärzte, Senioreneinrichtungen, etc.) zur Verfügung gestellt und aktiv beworben werden.

 

5. dem Seniorenbeirat ein Budget in Höhe von 10.000,00 EUR zur Verfügung zu stellen, um Projekte und Veranstaltungen in Oberhausen fördern und begleiten zu können. Hierzu sind Förderrichtlinien für die Vergabe der Mittel zu entwickeln. Die Richtlinien sollen im Seniorenbeirat vorberaten und anschließend durch den Rat beschlossen werden. Dementsprechend ist die Geschäftsordnung für den Rat der Stadt anzupassen.

 

6. eine Online-Plattform für Seniorinnen und Senioren einzurichten, welche die im Quartierbüro vorgehaltenen Angebote und Statistiken sozialraumorientiert und transparent abbildet.

Die vorhandenen Statistiken sollen ausgebaut und transparenter dargestellt werden, um die Erhebungsergebnisse aktueller darstellen und zielgerichteter nutzen zu können.

Die Erstellung einer Online-Plattform bzw. der Ausbau vorhandener Angebote sollen in Kooperation mit den Akteuren der Seniorenarbeit erfolgen.

 

7. mögliche Barrieren im ÖPNV für Seniorinnen und Senioren zu identifizieren, um die Altersmobilität zu verbessern und die Erreichbarkeit von Angeboten sicherzustellen.

 

8. auf Grundlage der Ergebnisse des wohnungspolitischen Dialoges, das „Wohnen im Alter“ in allen Quartieren zu gewährleisten. Hierbei sollen unter anderem seniorengerechte Wohnungen, „betreutes Wohnen“, „Mehrgenerationenwohnen“ und Wohngemeinschaften in Kooperationen mit Wohnungsbaugesellschaften, gemeinnützigen und / oder freien Trägern, Kirchen, privaten Investoren, etc. in Betracht gezogen werden.

 

9. die Ausarbeitung der genannten Punkte unter Berücksichtigung der Inklusion in Oberhausen zusammenzufassen und mit in die kommunale Inklusionsplanung einzuarbeiten.

 

Der Rat der Stadt beschließt weiter, dass die Verwaltung jährlich eine qualitative Berichterstattung zu den vorgenannten Punkten vorlegt.

 

Deckungsvorschlag

90.000,00 EUR aus dem Produktbereich 05 - Soziales Leistungen, Produktgruppe 0504 - Ältere Menschen, pflegebedürftige und behinderte Menschen, Produkt 050401 - Hilfen für ältere Menschen, Schwerbehinderte und Pflegebedürftige sollen durch die Kosteneinsparung im stationären Bereich kompensiert werden.