02.05.2018 - 15.4 Sozialbericht 2017 – Einführung von Sozialindic...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
Reduzieren

Beratung

Einvernehmlich als wertvolle Grundlage für künftige Entscheidungen begrüßen Frau Stadtv. Wittmann, Frau Stadtv. Marx, Stadtv. Karschti, Frau Stadtv. Oberste-Kleinbeck, Frau Stadtv. Stehr, Stadtv. Runkler und Frau Stadtv. Walther die neue Analyse der Stadt, die erstmals sieben wichtige Sozialdaten für alle Viertel miteinander verzahnt und deren Entwicklung über einen Zeitraum von vier Jahren beschreibt.

Frau Stadtv. Wittmann hält die differenzierte Analyse für eine gute Chance eines Prozessbeginns. Dabei müssen die Einflüsse, die dazu führen ermittelt und nachgearbeitet werden. Als Beispiel nennt sie die vielen Alleinerziehenden in Bermensfeld. Die Einflussfaktoren auf die einzelnen Sozialräume und die Benennung der Ursachen würden in dem bisherigen Bericht weitgehend fehlen. Den Bericht als Handlungsempfehlung zu sehen, sieht sie daher eher kritisch.

Frau Stadtv. Marx zeigt sich erfreut, dass es den Bericht gibt. Allerdings mahnte auch sie an, dass nun die Ursachen für die Probleme in bestimmten Vierteln erforscht werden müssten, sonst bleibt der Bericht nur Makulatur. Für sie ist klar, dass die schwierigen Stadtviertel diejenigen sind, in denen ein Abbau durch Schließung von Jugendheimen, Kitas oder Freizeitbädern stattgefunden hat.

Stadtv. Karschti schließt sich den Ausführungen seiner Vorrednerinnen zur Notwendigkeit der Ursachenforschung an und nennt als Beispiel die Schließung des Hauses der Jugend im Marienviertel, die ein Grund für die schlechte Bewertung des Marienviertels sein könnte.

Frau Stadtv. Oberste-Kleinbeck warnte vor Schnellschüssen jeglicher Art. Sie führen zu keinem eindeutigen Lösungsansatz für eines der dokumentierten Probleme. Der Bericht hat es verdient, die Bestandsaufnahme kleinzellig zu betrachten und mit den Lösungen, die teilweise schon entwickelt wurden, abzugleichen Der Bericht gibt Anlass dazu, sich einzelne Viertel ganz genau anzuschauen.

Frau Stadtv. Stehr bezeichnet das Verfahren der sozialen Indexberechnung als wertvoll, weil es auf die gut aufgestellte Oberhausener Sozialstatistik aufbaut. Damit wird die klassische Sozialstatistik in eine übersichtliche und eine sozialraumorientierte Form gebracht. Durch die Berechnungen wird die integrierte Planung vereinfacht und es werden Steuerungsansätze aufgezeigt. Diese sind wichtig, um die Entwicklung voranzutreiben. Der Bericht eignet sich als Frühwarnsystem und ist ein wichtiges und geeignetes Instrument zur Evaluation.

Stadtv. Runkler sieht in dem Innenstadtbereich ein Quartier, welches in der Dynamik als auch der Bestandsaufnahme als sehr problematisch herausgestellt wird. Das liegt aber nicht daran, dass ein Hallenbad geschlossen wurde, denn im Gegenteil, es ist vielmehr ein neues Hallenbad und ein neues Jugendzentrum entstanden. Insofern bleibt es bei dem Appell, dass man sehr genau hinschauen muss.

Frau Stadtv. Walther erinnert an die Diskussion in den Fachausschüssen, wo deutlich gemacht wurde, dass der Bericht keine Ursachenforschung enthält und auch keine Aussage darüber trifft, was passieren muss. Anders als bisher enthält der Bericht die Sozialindizes und damit ein Analyseinstrument.

Reduzieren

Beschluss

Der Rat der Stadt nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.

Reduzieren

Anlagen zur Vorlage