15.02.2018 - 6 Mitteilungen der Verwaltung

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Beratung

Herr Dreschmann teilt für die Untere Naturschutzbehörde mit:

 

1. Der Landesbetrieb Wald & Holz hat ein Ökokonto bei der Unteren Naturschutzbehörde für eine Waldumbaumaßnahme im Hiesfelder Wald eingerichtet. Eine ca. 14.000 m² große nadelholzbestandene Fläche an der Borbruchstraße wird in Laubwald (Rotbuche & Roterle) umgewandelt.

Herr Bahne schlägt vor, diesen Landschaftsraum als Naturschutzgebiet auszuweisen. Auf Nachfrage von Herrn Filarsky zum zeitlichen Rahmen der Waldumbaumaßnahme teilt Herr Dreschmann mit, dass mit den Fällungen bereits begonnen wurde. Über den Umfang der Nachpflanzungen wird der Beirat in einer der nächsten Sitzungen informiert. Herr Kappel regt an, möglichst bienenfreundliche Gehölze im Rahmen der Nachpflanzungen zu berücksichtigen.

 

2. Im Unteren Reinersbachtal wird das Pflege- und Entwicklungskonzept derzeit weiter umgesetzt. Neben einem Weidezaun wird in den nächsten Wochen auch eine offene Stallung zur Schafbeweidung errichtet.

Herr Filarsky weist auf das Problem der freilaufenden Hunde hin. Herr Dreschmann erläutert, dass durch den Weidezaun eine Trennung von Hunden und Schafen gewährleistet wird. Frau Schiemanowski bittet um Mitteilung zum Umfang der geplanten Bebauung, weist auf den ansteigenden Besucherdruck hin und fragt nach weiteren Schutzmaßnahmen für das Landschaftsschutzgebiet. Frau Rolf berichtet über den aktuellen Planungsstand, der in einer der kommenden Sitzungen dem Beirat vorgestellt werden soll. Durch die Verkleinerung des Plangebietes wird das Landschaftsschutzgebiet nicht tangiert.

 

3. Die Neuerrichtung des Zauberlehrlings wird sich verzögern, da die Baufirma den Mast noch nicht vollständig wieder hergestellt hat. Die Emschergenossenschaft bittet daher um eine Fristverlängerung für die Ausführung der Arbeiten in der Zeit vom 13. August bis Ende des Jahres 2018. Die Untere Naturschutzbehörde beabsichtigt die Befristung der erteilten Befreiung diesbezüglich anzupassen.

 

4. Im Rahmen der Erneuerung der Gabionenwand am Handbach ist eine Kampfmittelbeseitigung erforderlich. Hierzu müssen in einem Bereich des Wäldchens zwischen Handbach und Weseler Straße Bäume gefällt werden. Die anschließend in diesem Bereich vorgesehenen Neuanpflanzungen werden im Zuge der landschaftspflegerischen Kompensationsmaßnahmen zur Handbachrenaturierung von der WBO GmbH vorgenommen.

 

5. Im vergangen Jahr konnten durch einen Verwaltungsvorstandsbeschluss 12 neue Holzruhebänke für den Stadtwald angeschafft werden. Diese werden im Laufe des Frühjahrs in den großen Oberhausener Waldgebieten (Hühnerheide, Sterkrader Wald, Stadtwald Osterfeld, Volksgarten Osterfeld) aufgestellt. Die Standorte werden vorab mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt.

Herr Bahne schlägt vor, die Naturschutzwächter bei der Auswahl der Standorte zu beteiligen.

 

6. Vermehrt erreicht die Untere Naturschutzbehörde der Wunsch einzelner Bürger, marode Bänke in Schutzgebieten / Waldgebieten auf eigene Kosten zu ersetzen oder zu erneuern. Gerne möchte die Verwaltung dieses bürgerschaftliche Engagement unterstützen und im Einklang mit den Belangen von Natur und Landschaft ermöglichen. Hierfür ist jedoch meist zur An- und Ablieferung eine Befreiung vom Fahrverbot in Schutzgebieten erforderlich. Die Untere Naturschutzbehörde bittet den Naturschutzbeirat darüber abzustimmen, dass der Beirat den für diesen Zweck notwendigen Befreiungen generell zustimmt.

Der Beirat votiert einstimmig für diese Regelung.

 

7. Der Sauerländische Gebirgsverein möchte im Ruhrgebiet einen neuen Wanderweg mit dem Namen „Pilgerweg Bistum Essen“ einrichten. Derzeit läuft das Benehmensverfahren mit den Eigentümern, Gemeinden, Unteren Naturschutzbehörden und weiteren Trägern öffentlicher Belange. Der Pilgerweg verläuft in Oberhausen auf bereits vorhandenen Wegen bzw. Wanderwegen und lehnt sich in weiten Bereichen an den Oberhausener Rundweg (Markierung: O.) an. Ein Wegeabschnitt verläuft vom Rhein-Herne-Kanal über das OLGA-Gelände und die Haniel-Trasse zur Stadtgrenze zwischen Bottrop und Oberhausen im Bereich des Golfplatzes. Der zweite Wegeabschnitt beginnt ebenfalls am Rhein-Herne-Kanal in Richtung Essen entlang der drei Landschaftsschutzgebiete LSG 1.2.16 „Ripshorst“, LSG 1.2.15 „Zeche Vondern“ und LSG 1.2.14 „Burg Vondern“. Detailpläne können auf der Internetseite des Sauerländischen Gebirgsvereins (www.sgv.de <http://www.sgv.de>) eingesehen werden.

Herr Grumpe weist auf mögliche Konflikte mit bereits vorhandenen Radwegen hin und Herr Bahne spricht die geplante Beschilderung des Pilgerweges an. Bei der Ausweisung des Osterfeldes Rundweges wurde die geplante Beschilderung von der Genehmigungsbehörde zunächst nicht zugelassen. Frau Meyer berichtet, dass in diesem Zusammenhang bereits Gespräche geführt werden.

 

8. Die Untere Naturschutzbehörde weist darauf hin, dass aktuell immer noch zwei Naturschutzwächterbezirke unbesetzt sind und der Beirat darum gebeten wird Vorschläge für eine Nachbesetzung zu benennen. Es handelt sich um die Bezirke IV (Waldteich/ Holten) und VI (Nördliches Osterfeld).

 

9. Der diesjährige Frühjahrsputz „Super Sauber Oberhausen“ findet vom 17. bis 24. März 2018 statt.

 

10. Vom 04.06. - 06.06.2018 findet in Wachtendonk in den Räumlichkeiten der Natur- und Umweltschutzakademie eine Fortbildung für Naturschutzwächter statt. Neben einführenden Referaten zu Ökologie, Biologische Vielfalt und Naturschutz liegt der Schwerpunkt auf speziellen Aspekten der Naturschutzwachtarbeit wie Rechtsgrundlagen, Funktion im Dienstbezirk und Verhalten im Umgang mit Bürgern. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Die Anmeldung erfolgt über die Natur- und Umweltschutzakademie NRW (NUA NRW).

 

11. Der Jahresbericht 2016 der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet liegt aus. Einzelne Exemplare können bei Interesse mitgenommen werden.

 

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