28.09.2017 - 7 Mitteilungen der Verwaltung

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Beratung

Herr Dreschmann teilt für die Untere Naturschutzbehörde mit:

 

1.Die EVO hat in diesem Jahr als Werbeaktion eine Kaffeetasse mit dem Vogel des Jahres, dem Waldkautz, herausgebracht. Die Einnahmen hieraus sollen zur Förderung der Waldkautzvorkommen im Oberhausener Stadtgebiet verwendet werden. Hierzu wurden in den vergangenen Monaten geeignete Standorte für insgesamt 10 Nistkästen in Oberhausener Waldgebieten gemeinsam mit dem NABU Oberhausen und der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet festgelegt. Die Kästen werden in den nächsten Wochen durch die BSWR aufgehängt und auch in den Folgejahren gepflegt. Gebaut wurden die Nistkästen nach einer Anleitung des NABU durch die Lebenshilfe Oberhausen. Die Kästen sollen im Volksgarten Osterfeld, der Hühnerheide und im Grafenbusch angebracht werden.

 

2.Bereits im letzten Jahr wurde über die erforderlichen Fällungen von 27 Pappeln am Handbach im Bereich Oxea berichtet. In der Fällperiode 2017/18 sollen nun noch die restlichen Pappeln am Dammfuß gefällt werden, da diese auch zusätzlich ein Sicherheitsrisiko für die Stromleitung, die parallel zum Handbach in diesem Bereich verläuft darstellt. Aktuell werden mit der Emschergenossenschaft die erforderlichen Kompensationsmaßnahmen abgestimmt. Die Kompensation für die im letzten Jahr gefällten Pappeln ist als funktionaler Ausgleich im unmittelbaren Umfeld des Eingriffs vorgesehen.

 

      Frau Hingmann schlägt vor, einige Bäume nur zu beschneiden, damit nicht alle Pappeln gefällt werden müssen. Herr Dreschmann wird die Anregung an die Emschergenossenschaft weiterleiten. Herr Filarsky regt an, die Pappeln durch Kopfweiden oder Erlen zu ersetzen und fragt nach, ob der Deich zurückgebaut werden soll. Frau Rolf erläutert, dass in diesem Bereich ein Deichrückbau nicht möglich ist.

 

3.Der Regionalverband Ruhr (RVR) plant im Winter 2017/18 Gefahrenbaumfällungen (Einzelbaumentnahmen) und Durchforstungsmaßnahmen insbesondere in den größeren Robinienbeständen in den gehölz- und baumbestandenen Flächen entlang der Jacobi-Trasse zwischen dem OLGA - Gelände und der Harkortstraße. Diese werden aktuell mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt. 

Etwaige Eingriffe in Natur und Landschaft sollen durch Neupflanzungen, die einerseits zu einer naturschutzfachlichen Aufwertung der Vegetationsflächen aber auch andererseits zu einer Optimierung des Pflegebedarfs führen soll, erfolgen. Insgesamt sind ca. 180 - 200 Bäume betroffen, wobei davon circa 50 % Robinien darstellen und 30 - 40 % der Bäume einen Stammdurchmesser von unter 20 cm aufweisen. Die größeren Bäume sind Einzelbaumentnahmen, die möglichst bestandsschonend entnommen werden sollen.

 

Herr Filarsky und Frau Schiemanowski werben dafür, verstärkt Strauchgehölze einzubringen und zukünftig nicht nur eine Art anzupflanzen. Herr Dreschmann betont, dass insbesondere in den Trassenbereichen auf standsichere Gehölze und Bestände Wert gelegt wird. Herr Grumpe fragt nach, in welcher Form das Freiraumentwicklungskonzept bei den Durchforstungsmaßnahmen berücksichtigt wird. Frau Rolf macht deutlich, dass die Gefahrenbäume aus Verkehrssicherungsgründen entnommen werden müssen, eine Beteiligung des Planungsbüros jedoch stattfindet.

 

4.Der WDR hat Filmaufnahmen zum Thema „Seltene Fische zurück in Oberhausens Bächen“ gemeinsam mit der Emschergenossenschaft und Herrn Donoso-Büchner am 31.07.2017 durchgeführt. Ausgestrahlt wurden diese als Beitrag in der Lokalzeit Ruhr am 03.08.2017. Viele junge Emschergroppen wurden gefunden. Der Beitrag kann unter folgendem Link: <http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-ruhr/video-seltene-fische-zurueck-in-oberhausens-baechen-100.html> noch bis zum 03.08.02018 angesehen werden. Die Filmstandorte waren vorab mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt worden. Eine Zustimmung seitens der UNB wurde mündlich erteilt.