09.02.2017 - 9 Mitteilungen der Verwaltung
Grunddaten
- TOP:
- Ö 9
- Sitzung:
-
12. Sitzung des Naturschutzbeirates
- Gremium:
- Naturschutzbeirat
- Datum:
- Do., 09.02.2017
- Status:
- gemischt
- Uhrzeit:
- 14:00
- Anlass:
- Sitzung
Beratung
Herr Dreschmann teilt für die Untere Naturschutzbehörde mit:
1.Am Dienstag, 07.02.2017 fand die Bürgerinformation zum Pflege- und Entwicklungskonzept für die Rotbachaue in der Stadtteilbibliothek Sterkrade statt. Das Konzept der Biologischen Station wurde bereits in der Sitzung des Landschaftsbeirats am 21.04.2016 vorgestellt (B/16/1610-01).
Das Konzept für die Rotbachaue beinhaltet neben biotopverbessernden Maßnahmen im Hiesfelder Wald insbesondere Besucherlenkungsmaßnahmen in der Rotbachaue. Kernelement ist die Zonierung der Rotbachaue in 4 Bereiche. Zwei Bereiche sollen weiterhin für die Naherholung zur Verfügung stehen. Hier ist angedacht, die vorhandenen Trampelpfade, z.B. durch Holzbohlen, attraktiver zu gestalten. Die beiden anderen Bereiche am Rotbach sollen künftig der Natur vorbehalten sein.
Anknüpfend an die Vorstellung des Konzepts durch die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet fand eine Diskussion insbesondere zu den angedachten Besucherlenkungsmaßnahmen statt. Die Anregungen aus der Bevölkerung wurden aufgenommen und werden derzeit durch die Untere Naturschutzbehörde sowie die Biologische Station geprüft.
Neben der Überprüfung der Vorschläge aus der Bevölkerung findet derzeit eine intensive Abstimmung zur zeitnahen Umsetzung der Maßnahmen zwischen der Unteren Naturschutzbehörde, der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet, der Bezirksregierung, dem LANUV sowie dem Landesbetrieb Wald & Holz statt.
2.Am 20.12.2016 fand das erste Experten - Forum zum Straßenbaumkonzept unter Beteiligung des Naturschutzbeirats, den Naturschutzverbänden, der Fachverwaltung sowie unter Beteiligung eines öffentlich bestellten Sachverständigen und politischen Vertretern statt. Neben der Vorstellung des aktuellen Vorentwurfs des Straßenbaumkonzepts wurden insbesondere die Kriterien zur Auswahl der zu ersetzenden Straßenbäume diskutiert.
Darüber hinaus wurde ein zweites Treffen für das Forum zum Straßenbaumkonzept festgelegt, welches am 8. Mai 2017 um 17:00 Uhr im Technischen Rathaus stattfinden wird. Inhaltlich sollen folgende Schwerpunktthemen diskutiert werden: die überabeiteten Auswahlkriterien, Art der Umsetzung (Einzelbaumentnahme oder abschnittsweise Entnahme) sowie künftige Baumarten und Qualitäten.
3.Jeweils ein Alleebaum in der Schützenstraße (vor dem Haus Nr. 9) und in der Arminstraße (vor dem Haus Nr. 31) mussten auf Grund starker Schäden von der OGM GmbH nach Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde gefällt werden. Als Ersatzpflanzung wurde jeweils ein Spitzahorn an Ort und Stelle festgelegt.
4.Die Emschergenossenschaft beginnt derzeit mit vorbereitenden Rodungsmaßnahmen für den Bau der Abwasserkanäle für die Bachzuläufe zur Emscher auf Oberhausener Stadtgebiet. Insbesondere betrifft dies aktuell folgende Stellen:
a) Regenwasserbehandlungsanlage im Bereich Brahmkampstraße und
Sammler Bottrop Vonderort
b) Düker Nordbeek im Bereich Forsterbruchstraße
5.Die Deutsche Bahn AG beginnt am Montag dem 13.02.2017 mit den vorbereitenden Rodungsmaßnahmen für den Ausbau der Betuwe - Strecke im Bereich des Niederrheinstadions, dem Rhein-Herne-Kanal und dem Kaisergarten. Geplant ist eine Bauzeit bis Mitte/ Ende 2018.
6.Die Pflanzung der Kopfweiden am Fortgraben/ Franzosengraben durch den Lippeverband ist erfolgt.
7.In diesem Jahr findet der Frühjahrsputz (Super Sauber Oberhausen) zum 14. Mal in ununterbrochener Folge statt. Traditionell vor den Osterferien - diesmal vom 25. März bis 1. April - sind wieder alle Oberhausener Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, unsere Stadt gründlich zu reinigen.
8.Die Untere Immissionsschutzbehörde der Stadt Mülheim a.d.R. hat die Genehmigung für das Windrad am Ruhrbogen erteilt.
9.Im Januar 2017 wurden auf dem Waldteichgelände Bäume gefällt und in der Uferrandzone Weiden gerodet. Dabei handelt es sich zum einen um Rodungsmaßnahmen zur Schaffung einer neuen Zuwegung auf die Fläche, zum anderen um Pflegemaßnahmen, die das Offenhalten der Wasserfläche des Waldteichs zum Ziel haben.
Die neue Erschließung wurde notwendig, weil die Eigentümerin ThyssenKrupp Services GmbH aktuell Vermarktungsabsichten mit dem Grundstück verfolgt und daher eine durch den Bebauungsplan bzw. das genehmigte Bodenmanagement abgesicherten vermarktbaren Flächenzustand herstellen will. Dadurch konnte die ehemalige Zuwegung entlang der nördlichen Grundstückgrenzen der Betriebe Kempchen und Lindenau in Richtung Biotop und “Schäferhütte“ nicht mehr aufrechterhalten werden. Stattdessen soll in Zukunft die Erschließung von der Waldteichstraße entlang der Grundstücksgrenze der Lebenshilfe erfolgen. Zu diesem Zweck wurden im Januar diesen Jahres Bäume gefällt. Eine geschotterte Zuwegung wird Ende Februar 2017 angelegt werden.
Um eine Zunahme der Verkrautung und Beschattung der Wasserfläche zu vermindern bzw. aufzuhalten, hatte die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet bereits im Februar 2016 zusammen mit einigen externen Helfern zahlreiche Weiden und Birken “auf den Stock gesetzt“. Das Entfernen der Weiden mitsamt dem Wurzelwerk wurde im Bereich der Uferrandzone erneut erforderlich und ist in diesem Jahr mit Hilfe von maschinellem Einsatz einer externen Firma durchgeführt worden. Der Abtransport der entnommen Weiden muss noch beauftragt werden.
Hintergrundinformationen und Vorankündigung
Vor zwei Jahren hat die Grundeigentümerin ThyssenKrupp Business Services GmbH der Stadt Oberhausen angeboten, das Grundstück mit Wald und Biotopfläche kostenfrei zu übereignen. Die Untere Naturschutzbehörde steht der Absicht positiv gegenüber. Durch die Übernahme der Fläche durch die Stadt könnte eine Veräußerung an Dritte verhindert werden und der direkte Einfluss auf die Entwicklung dieses wertvollen Biotopkomplexes langfristig gesichert werden. Damit verbunden wäre auch die Möglichkeit, von Seiten der Stadt Fördergelder des Landes für spezielle Maßnahmen bezogen auf die Wasserhaltung im Teich, die Beweidung der Offenlandfläche und ggf. Maßnahmen zur Sicherung der Fläche für Offenlandbrüter zu beantragen.
