18.12.2017 - 23.5 Antrag der SPD-Fraktion, Fraktion DIE GRÜNEN un...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 23.5
- Sitzung:
-
27. Sitzung des Rates der Stadt
- Gremium:
- Rat der Stadt
- Datum:
- Mo., 18.12.2017
- Status:
- gemischt
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Antrag (Koalition SPD-Grüne-FDP)
- Federführung:
- Koalition SPD - Die Grünen - FDP
- Bearbeitung:
- Dennis Lotz
Beratung
Beratungsverlauf: Dieser TOP wird gemeinsam mit den TOP 23.5.1 beraten.
Frau Stadtv. Oberste-Kleinbeck hat die zielorientierte Diskussion im Schulausschuss zum Anlass genommen, die Inhalte in einen Antrag aufzunehmen.
Zwischenzeitlich hat die CDU einen Ergänzungsantrag eingereicht, der ebenfalls die Diskussionsbeiträge wiedergibt. Gerne würde sie dem Wunsch der CDU nachkommen, die Unverzüglichkeit besonders herauszustellen, wie es in der Textziffer 1 formuliert ist. Allerdings hat sie zur Textziffer 2 eine Anmerkung: Da die anlassbezogenen Schulentwicklungsplanung ohnehin Voraussetzung für die weiteren Schritte ist, schlägt sie vor, den ersten Satz der Textziffer 2 nach dem Wort „Schulentwicklungsplanung“ mit dem Wort „vorzunehmen“ zu beenden. Der genaue Wortlaut ist dem Beschlusstext zu entnehmen.
Frau Stadtv. Hausmann-Peters sieht in der Errichtung eines Bildungsganges an allen Oberhausener Realschulen lediglich den Lösungsansatz für einen kleinen Teil der betroffenen SchülerInnen. Für Schulformwechsler von Gymnasien muss es darüber hinaus ein bedarfsgerechtes Angebot geben. Deshalb wäre eine Gesamtbetrachtung dieser Angelegenheit der sinnvollere Weg unter Berücksichtigung der Antwort auf die Frage: Was wird den SchülerInnen und den Schulen gerecht.
An der folgenden Diskussion beteiligen sich Stadtv. Nowak, Frau Stadtv. Boos, Stadtv. Große Brömer, Frau Stadtv. Walther, Frau Stadtv. Diepenbrock, Frau Stadtv. Gödderz, Frau Stadtv. Stehr.
Stadtv. Nowak erinnert an seinen seinerzeitigen Vorschlag zur Schaffung von zwei Sekundarschulen; eine im Norden und eine im Süden.
Frau Stadtv. Boos sieht kein Problem darin, die Textziffer 2 in der geänderten Form anzunehmen.
Stadtv. Große Brömer erkennt in dem Aus für die Hauptschulen in erster Linie die Verwirklichung des Elternwillen. Nach Einschätzung der Eltern wären immer weniger Betriebe bereit gewesen, Schülern einer Hauptschule eine Lehrstelle zu geben. Letztendlich ging es darum, dass die Mindestschülerzahl nicht mehr erreicht wurde. Keine Lösung wäre es für ihn gewesen, lediglich zwei Hauptschulen zu behalten. Diese wären mit abgeschulten Schülern und Schülerinnen sowie Flüchtlingskindern zu Problemschulen geworden. Vor diesen Hintergründen befürwortet er, dass die Kultur des Behaltens an Gymnasien und Realschulen mehr Beachtung finden sollte und die schwachen SchülerInnen intensiver pädagogisch gefördert werden.
Frau Stadtv. Walther sieht in dem Vorschlag der CDU eine konkrete Anweisung an die Verwaltung. Ob es den Bedarf für die Einrichtung einer neuen Schule gibt, sollte im Schulausschuss diskutiert werden.
Für Frau Stadtv. Diepenbrock kann die Lösung nach dem „Aus“ für die Hauptschulen nur eine Schule für alle lauten, bei der die Kinder nicht nach der 4. Klasse aussortiert werden.
Frau Stadtv. Gödderz unterstützt ebenfalls den Weg zu einer besseren Kultur des Behaltens. Abgeschulte Kinder erholen sich nur schwer von derartigen Brüchen in ihrer Schullaufbahn.
Frau Stadtv. Stehr vertritt die Auffassung, dass zu wenig unternommen worden ist, die Hauptschulen zu retten. Nach der Entscheidung, die Hauptschulen zu schließen ist keine Lösung auf den Weg gebracht worden, um die leistungsschwächeren Schüler zu erreichen. Mit der Streichung des o. g. Passus ist sie einverstanden.
OB Schranz lässt einvernehmlich über den ergänzten bzw. geänderten Antrag der CDU als den weitergehenden Antrag abstimmen. Der Beschlusstext der Koalition fließt in die Textziffer 1 ein
Das Abstimmungsergebnis ist bei dem nächsten TOP dargestellt.
