14.12.2016 - 4.2 "Antrag der CDU-Fraktion: Sachstandsbericht Woh...

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Beratung

Herr Beulshausen gibt hierzu einen Überblick.

 

Wohnungslosigkeit unterscheidet sich von der Obdachlosigkeit darin, dass obdachlose Menschen auf der Straße leben, während wohnungslose Menschen zur Vermeidung von Obdachlosigkeit in Einrichtungen, in Frauenhäusern und in Obdachlosenunterkünften (z.B. bei Wohnungsbrand) versorgt werden.

Die Obdachlosenunterkünfte konnten von 17 Standorte im Jahr 2000 auf 1 Standort im Jahr 2016 reduziert werden, was auf einen präventiven Ansatz zurückzuführen ist. Bei Zwangsräumungen ist die Stadt Oberhausen eingebunden und kann im Vorfeld entsprechend handeln; so kann eine Räumung nur dann erfolgen, wenn die Gewährung von Obdach sichergestellt ist.

In der Obdachlosenunterkunft Wewelstraße befinden sich 45 Plätze, wobei die Unterkunft derzeit mit 12 Personen belegt ist.

Dennoch steigt die Zahl der prekären Wohnungsverhältnisse. In 2006 suchten 355 Personen das Gespräch mit der Diakonie, in 2016 insgesamt 780 Personen. Der Grund für den Anstieg wird in den steigenden schwierigen Familienverhältnissen sowie in dem Rückgang der zur Verfügung stehenden kleinen Wohnungen vermutet. Eine Versorgung des betreffenden Personenkreises kann durch ein in Oberhausen gut funktionierendes Netz von Kooperationspartnern, wie Caritasverband und Diakonie vermieden werden.