07.11.2016 - 2.1 Antrag der Koalition gemäß § 2 der Geschäftsord...

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Beratung

OB Schranz berichtet ausführlich über die aktuelle Entwicklung der Grundstücke auf dem Waldteichgelände mittels einer Power-Point-Präsentation.

Es geht um die Entwicklung von drei Arealen, die in einem Gesamtzusammenhang erfolgen soll. Dabei handelt es sich um das Thyssen-Krupp-Gelände, das Thyssen beabsichtigt zu verkaufen, die frühere nationale Kohlereserve und das Areal der Zeche Sterkrade, auf dem Wohnungen gebaut und verträgliches Gewerbe angesiedelt werden könnten. Die Idee, einen neuen Autobahnanschluss zu bauen, um dem bisherigen Problem der schlechten Anbindung an das Autobahnnetz und dem erheblichen, zusätzlich entstehenden Lärm für die Anwohner durch den Lieferverkehr entgegen zu wirken, konnte bisher nicht verwirklicht werden. Deshalb zeigt OB Schranz mit dem Bau einer neuen Straße nun eine Alternativlösung auf. Der Straßenverlauf wurde besonders anwohnerfreundlich geplant. Dadurch erhöht sich die Attraktivität des Geländes für mittelständische Betriebe und Großunternehmen. Die Wirtschaft hat bereits ein großes Interesse an den Gewerbegrundstücken signalisiert. Ggfls. will ein Unternehmen aus Oberhausen seine Zentrale von seinem zu klein gewordenen Grundstück auf das Thyssen-Gelände verlagern. Daneben soll sich mittleres Gewerbe ansiedeln. Für die Kohlereservehalde interessiert sich ein Unternehmen mit dem Ziel, dort bis zu 1000 qualitative Arbeitsplätze zu schaffen. Befürchtungen, die Stadt möchte hier eine Art Hafen-Container-Parkplatz mit wenigen Jobs ansiedeln, tritt OB Schranz entgegen. Dafür ist ihm das Gelände viel zu wertvoll.

Stadtv. Große Brömer dankt OB Schranz für die inhaltsreiche Beantwortung des Koalitionsantrags. Er betont, den Antrag u. a. gestellt zu haben, um eine Richtigstellung zu der Aussage herbeizuführen, der Presse den Investor mitgeteilt zu haben. Der Investor hat in eigener Berichterstattung zuletzt im Sommer dieses Jahres in der Presse sein Interesse an dem Gelände bekundet. Die Sorge um die Verkehrsführung scheint nunmehr gelöst werden zu können. Beruhigend ist zudem der Hinweis, dass auf dem Gelände kein Container-Terminal errichtet werden soll, weil der Standort in Duisburg möglicherweise nicht mehr ausreicht. Er begrüßt ausdrücklich das Vorhaben der Ansiedlung von arbeitsplatzintensivem Gewerbe.

An der folgenden Diskussion beteiligen sich Stadtv. Karschti, Stadtv. Nakot, Stadtv. Runkler, Frau Stadtv. Wittmann, Stadtv. Kösling, Stadtv. Axt und OB Schranz.

Für Stadtv. Karschti sollte unabhängig von der Schaffung von Arbeitsplätzen auf gewerbesteuerintensive Strukturen geachtet werden. Die Diskussion über den Rechtszustand der B-Pläne sollte im Planungsausschuss geführt werden.

Stadtv. Nakot sieht die neue Straße als Chance, Jobs zu schaffen und zugleich die Anwohner in Sterkrade vom Verkehr zu entlasten.

Stadtv. Runkler lobte die gute Nachricht und sehr kluge Planung.

Frau Stadtv. Wittmann dankt für die umfassende Information. Sie fragt, warum bei dem Areal mit dem Abschnitt Weierstraße bis Sterkrader Bahnhof von einem Gürtel die Rede ist? Was ist unter einer Mischung von Gewerbe, Wohnen und Arbeiten zu verstehen? Es geht um die Zukunft einer Fläche, die das Stadtbild stärken kann. Seitdem Thyssen angekündigt hat, sein Investitionsvorhaben aufzugeben, stellt sich die Frage, ob das damalige Planungsrecht noch mit der heutigen Planung zusammenpasst. Das sollte auf den Prüfstand gestellt werden.

Stadtv. Kösling weist auf das Vorhandensein eines Bodendenkmals auf der Streckenführung der neuen Straße hin und fragt nach, inwieweit hier Denkmalschutzvorschriften zu berücksichtigen sind.

Herr Stadtv. Axt sieht eine Gefahr darin, zu viele Grünflächen zu opfern. Immerhin hat sich die Fläche als Grünfläche entwickelt. Nach seinem Eindruck fehlt insbesondere der Grünflächenaspekt bei der Ansiedlung eines Logistikunternehmens.

OB Schranz erläutert, dass sich der Begriff des Gürtels aus der geografischen Gegebenheit ergibt. Auf dem Zechengelände ist eine ausschließliche Wohnbebauung nicht realisierbar. Deshalb soll dort neben Wohnbebauung auch verträgliches Gewerbe angesiedelt werden können. Zum Thema Bodendenkmal führt er aus, dass die Route noch nicht vollständig feststeht. Einer Überbauung steht das Denkmal jedoch nicht im Weg.