27.06.2016 - 2 Sachstand Stadtentwicklungsprojekte

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Beratung

OB Schranz informiert die Mitglieder des Hauptausschusses über die soeben um 14:46 Uhr erhaltene Nachricht, dass sich der Warenhauskonzern Karstadt gegen einen Umzug nach Oberhausen entschieden hat. Er bleibt mit seiner Zentrale in Essen. Er bedauert die Entscheidung, denn nicht nur mit Blick auf die Arbeitsplätze für Oberhausen wäre dies ein großer Gewinn für die Stadt Oberhausen geworden, sondern auch wegen der Signalwirkung an andere Firmen. Oberhausen hatte sich sehr um die Ansiedlung des traditionsreichen Unternehmens auf dem früheren Babcock-Gelände an der Duisburger Straße bemüht. Erzielt worden ist auf jeden Fall eine positive Außenwirkung, weil Oberhausen im Wettbewerb mit Essen und Düsseldorf stand. Die offenbar stark verbesserten Konditionen am Stammsitz in Essen sprachen gegen einen Umzug.

Stadtv. Große Brömer sagt, dass es eine traurige Nachricht für Oberhausen ist. Dieser Mieter hätte weitere Firmen nach sich gezogen. Durch die Schaffung von ca. 1000 Arbeitsplätzen hätte der Standort einen enormen Aufschwung erfahren. Karstadt hat wohl bewusst mit Oberhausen und Essen bis zum Ende verhandelt, um beste Konditionen zu erhalten. Die Frage ist, wie es mit dem Gelände nun weitergeht. Der augenblickliche Eigentümer hat die Abrissmaßnahmen sicherlich mit Blick auf die Karstadt Ansiedlung durchgeführt.

OB Schranz teilt mit, dass man im intensiven Kontakt mit dem Eigentümer des Babcock-Areals, Henley 360 steht. Dieser wird sein Bemühen, das Gelände für Investoren attraktiv zu machen, nicht reduzieren.

Frau Stadtv. Stehr bedauert die Entscheidung ebenfalls. Der positive Aspekt ist, dass Oberhausen im Gespräch war. Karstadt wird sicherlich nicht der letzte Interessent sein.

Frau Stadtv. Wittmann sieht in dem Gelände viel Potenzial. Im Hinblick auf seine Entwicklung wird ein klares Profil benötigt. 

Stadtv. Karacelik bedauert den Gewerbesteuereinnahmeverlust.

Stadtv. Runkler sieht darin ein Indiz für den schädlichen Wettbewerb der Kommunen, die sich gegenseitig überbieten wollen. Das Gelände ist attraktiv. Allerdings sollte die Infrastruktur nachgebessert werden, sodass das Gelände zukünftig noch interessanter für künftige Investoren wird.

Stadtv. Karschti hätte gerne eine andere Nachricht vernommen. Vielleicht besteht die Möglichkeit, zur Verbesserung der Infrastruktur eine Unterstützung vom Land zu bekommen.

 

Die Mitglieder des Hauptausschusses haben den Bericht zur Kenntnis genommen.

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