16.06.2016 - 3 "Der kleine Unterschied: Geschlechtersensibilit...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3
- Gremium:
- Gleichstellungsausschuss
- Datum:
- Do., 16.06.2016
- Status:
- gemischt
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
Beratung
Frau Prof. Dr. Hornberg berichtet mittels einer Präsentation über die geschlechtersensiblen Aspekte in Prävention, Gesundheitsförderung und Behandlung. Diese ist im Ratsinformationssystem der Stadtverwaltung Oberhausen hinterlegt.
Frau Bongers bedankt sich für den ausführlichen Vortrag, die vielfältigen Facetten und geschlechterdifferenzierten Daten zum Thema Prävention und Gesundheitsförderung. Aus ihrer Sicht ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachgebiete unumgänglich und zu forcieren. Nur durch eine fundierte Datenbasis und die Analyse können notwendige Maßnahmen abgestimmt werden und greifen.
Herr Wilger erfragt die Ursachen der höheren Lebenserwartung von Bürger/innen in Münster und Hinweise zur Berücksichtigung gesundheitlicher Belange in Planungsprozessen. Frau Dr. Hornberg führt aus: Ursächlich für höhere Lebenserwartungen sind die Berücksichtigung mehrerer Faktoren, wie beispielsweise Lärmbelastung und Umweltverschmutzung. Planerinnen und Planer beeinflussen entscheidend die Lebenswelt von morgen. So sind im Städtevergleich besonders Brennpunkte mit Vielfachbelastung zu nennen. Dabei spielen Umwelt- Sozial-, und Gesundheitsdaten entscheidende Rollen und sind sinnvollerweise einzubeziehen. Die Ärzteverteilung in unterschiedlichen Stadtbezirken sollte ausgewogen sein und auch beispielsweise für Alleinerziehende die Gesundheitsversorgung unproblematisch erreichbar sein. Durch lange Wege werden unnötige Hürden aufgebaut.
Quartiersbezogene Befragungen der Bürgerinnen und Bürger zum subjektiven Empfinden zum Thema Gesundheit komplettieren die Datenbasis.
Frau Lauxen nimmt Bezug zum landesweiten Masterplan Umwelt und Gesundheit NRW an dessen Teilnahme die Stadt Oberhausen Interesse bekundet hat:
„Der umweltbezogene Gesundheitsschutz hat in Nordrhein-Westfalen seit langem eine hohe Bedeutung. Die Zusammenhänge zwischen Umwelteinflüssen und Gesundheitsbeeinträchtigungen sind hinreichend belegt. Darüber hinaus ist eine sozialräumliche Ungleichverteilung von Umweltbelastungen und daraus resultierenden Gesundheitsbelastungen nachgewiesen. Es gilt, die hohe Industrie- und Verkehrsdichte im bevölkerungsreichsten Bundesland in Einklang zu bringen mit dem Anspruch der Menschen auf hohe Lebensqualität und Gesundheit sowie dem Erfordernis, wirtschaftliche Standortqualität zu erhalten und zu fördern. Damit wird auch ein Beitrag zur Qualität des Wirtschaftsstandortes geleistet. Dies erfordert ein konzeptionelles und fachübergreifendes Handeln für einen besseren umweltbezogenen Gesundheitsschutz.“
Auch Frau Lauxen stellt die Bedeutung zur Bildung strategischer Allianzen heraus.
Frau Müthing erfragt den Ursprung des statischen Datenmaterials. Diese kommen vornehmlich vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, aber auch Sozialdaten und Krankheitsdaten (ICD 10 Klassifikation) werden hinzu gezogen.
Frau Schadt ergänzt, dass die geschlechterdifferenzierte Datenanalyse viele Erkenntnisse in allen Bereichen liefert.
Der Gleichstellungsausschuss nimmt die Berichte zur Kenntnis |
