24.09.2015 - 4 Neubau einer Fernwärmetransportleitung zwischen...

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Beratung

                        Herr Homberg (EVO) und Herr Fahnenbruch (Büro Drecker) stellen das Projekt vor. Aufgrund einer Machbarkeitsstudie aus dem Jahre 2013 plant die EVO im Auftrage des Landes NRW die Umsetzung einer Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr, die quer durch Oberhausen verlaufen und bereits bestehende Fernwärmenetze verbinden soll. Nachdem im Oktober 2014 das Land die substantielle Förderung zugesagt hatte und im Februar 2015 die Abstimmung des Genehmigungsrahmens mit der Bezirksregierung Düsseldorf stattfand, konnte im März 2015 die Gründung der Projektgesellschaft (FWSRR) erfolgen.

 

                       Der aktuelle Trassenverlauf berührt, ausgehend von der Stadtgrenze Duisburg-Walsum, zunächst den Bereich Kleine Emscher, des weiteren die Buschhausener Straße, die Brache Vondern und die Brahmkampstraße bis zur Stadtgrenze Bottrop. Auf der Brache Vondern soll die Trasse überwiegend entlang der Autobahn A 42 verlegt werden, um eine Zerschneidung des wertvollen Landschaftsraumes zu vermeiden. In den Bereichen, in denen eine unterirdische Verlegung der Trasse nicht sinnvoll ist, will das Düsseldorfer Planungsbüro Drecker Gestaltungsvorschläge (z. B. Ruheräume, Kunstprojekte und -präsentationen) entwickeln.

 

                       Auf kritische Rückfragen aus dem Beirat insbesondere zum Trassenverlauf im Grafenbusch erläutern Herr Homberg und Herr Fahnenbruch, dass nicht in wertvolle Bereiche eingegriffen werden soll. Da im Rahmen der Emschernaturierung ein Teilbereich des Grafenbusches als mögliches Überflutungsgebiet ausgewiesen werden könnte, hält Herr Tomec die Leitungsverlegung hier  für ungünstig. Frau Rolf schlägt vor, den Trassenverlauf hier noch einmal zu überprüfen und eine Verlegung auf die Nordseite der Autobahn A 42  in Betracht zu ziehen. Herr Filarsky hält die Bereiche Kleine Emscher und Brache Vondern für problematisch, da die Lebensräume für niedere Tiere beeinträchtigt werden und rät, keine neuen Betriebswege zu errichten, sondern vorhandene Wege mit anderen Leitungsbetreibern zu nutzen. Auf Nachfrage von Frau Adamczak, welche Alternativen denkbar wären, entgegnet Herr Fahnenbruch, dass Umplanungen schwierig sind. Konflikte mit bereits bestehenden Leitungen sind zu vermeiden und auch die Wirtschaftlichkeit der neuen Trasse muss berücksichtigt werden. Herr Homberg sagt dem Beirat zu, die Anregungen aufzugreifen und in die weiteren Planungen einfließen zu lassen.

 

                       Herr Bahne dankt im Namen des Beirates für die Ausführungen. Der Beirat nimmt den Bericht zur Kenntnis.