06.05.2015 - 5.5 Flüchtlingssituation in Oberhausen - Aktuelle E...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Beratung

Zunächst gibt Herr Beulshausen einen Überblick über die derzeitige Situation in der Stadt Oberhausen. Zurzeit leben ca. 1.100 Flüchtlinge in den verschiedensten Unterkünften in Oberhausen. Im Laufe des Jahres 2015 sind bisher 355 neue Flüchtlinge und zudem 50 Personen, die Asylfolgeanträge gestellt haben eingetroffen. Insgesamt werden im Jahr 2015, 750 Flüchtlinge erwartet.

Auf Grund von verschiedenen Faktoren ist diese Zahl auf eine effektive Zahl von 450 Personen zu bereinigen.

 

Die Stadt Oberhausen hat keine Einflussmöglichkeit auf die Zuweisungen, die sich nach dem sog. Königsteiner Schlüssel, der auf Bundesebene festgelegt wurde, ergibt.

 

Die derzeitigen Flüchtlingsheime sind mit den Kapazitäten vollständig ausgelastet, so dass verschiedene Erweiterungs- und Neubaumaßnahmen geplant werden müssen. Ebenfalls war die Einrichtung des Notstandortes an der Tackenbergschule in Sterkrade zwingend notwendig.

 

In diesem Zusammenhang benennt er die bisher präferierten neuen Standorte (Duisburger Straße u. Ruhrorter Straße im Stadtbezirk Alt-Oberhausen sowie Kapellenstaße im Stadtbezirk Osterfeld und Sperberstraße im Stadtbezirk Sterkrade) und teilt auf Nachfrage verschiedener Gremiumsmitglieder mit, dass gerade die Inanspruchnahme von privaten Wohnraum sich im Zeitraum von Januar 2014 (150 Personen) bis Januar 2015 (307 Personen) mehr als verdoppelt hat. Auf Nachfrage von Herrn Bruckhoff ergänzt er, dass in diesem Jahr bereits 40 Mietverträge im privaten Wohnraum geschlossen werden konnten.

 

Eine weitere Nachfrage zu dem Asylbewerberheim Weierstraße in Sterkrade und der dortigen Überbelegung beantworten sowohl er, als auch Kalthoff, dass dort neu- und Umbaumaßnahmen geplant sind, die die Wohnsituation für die Flüchtlinge wesentlich verbessern soll.

 

Gleichermaßen erläutert er, dass nicht jeder Flüchtling, auf Grund von unterschiedlichen sozialen Bindungen, privat untergebracht werden kann, respektive will.

Eine 100%tige Unterbringung der Flüchtlinge in Privatunterkünften sei in Oberhausen somit nicht möglich. Gleichermaßen wirbt er jedoch dafür, dass Vermieter, die über freie Wohnungen verfügen sich gerne an den Bereich 3-2 Soziales wenden können, wobei er darauf hinweist, dass seitens des vorbezeichneten Bereiches keine exorbitanten Mieten gezahlt werden.

 

Ebenfalls können über das neu eingerichtete Internetportal www.fluechtlingshilfe@oberhausen.de <http://www.fluechtlingshilfe@oberhausen.de> Informationen erhalten und Hilfe angeboten werden.

Hinsichtlich einer zielgerichteten Betreuung gibt er an, dass eine Aufstockung der Sozialarbeiterstellen für diesen Bereich von 1,5 Stellen auf 4,5 Stellen erzielt werden konnte, die es ermöglicht für die Standorte ein geeignetes Handlungskonzept zu entwickeln und zukünftig weiter zu entwickeln.

 

Die Bezirksvertretung Alt-Oberhausen nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.

 

 

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