09.09.2015 - 4.2 Flüchtlingsfrauen in Oberhausen- aktuelle Situa...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.2
- Gremium:
- Gleichstellungsausschuss
- Datum:
- Mi., 09.09.2015
- Status:
- öffentlich
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
Beratung
Frau Steinkamp und Frau Schreiber berichten mittels einer Präsentation über die aktuelle Situation der Flüchtlingsfrauen in Oberhausen. Diese ist im Ratsinformationssystem der Stadtverwaltung Oberhausen hinterlegt.
Frau Schreiber ergänzt die Ausführungen. Ein wesentliches Element zur Integration ist das Entgegenwirken von Sprachbarrieren und somit die Initiierung von Sprachkursen. Daran gekoppelt ist die verlässliche Betreuung der Kinder. In allen Standorten wird mehrmals pro Woche eine Kinderbetreuung angeboten. Ein besonderer Augenmerk liegt auf den sogenannten „Brückenangeboten“ für die unter sechsjährigen Kinder. Aber auch Freizeitangebote für Jugendliche werden geschaffen.
Frau BM Opitz bedankt sich für die ausführliche Darstellung. Sie hält die Nutzung des Spielplatzes an der Bahnstraße auch über übliche Betreuungszeiten hinweg für notwendig. Herr Breuer und Frau Schreiber sichern zu, dass ein Freispiel der Kinder bei gutem Wetter gewährleistet wird.
Frau Kauenhowen verweist auf das „Handlungskonzept Flüchtlinge“ (Vorlage B/16/1015-01) und fordert eine Darstellung der Inhalte in einer der nächsten Sitzungen. Sie erfragt standardisierte Verfahren für den Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen und möchte Informationen zu speziellen Schutzkonzepten auch für Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung von Gewalt betroffen sind. Aus ihrer Sicht stellt sich die Frage, wie Frauen die bestehenden Angebote praxisnah annehmen können.
Frau Boos bedankt sich für den besonderen Blick auf die Bedarfe von Flüchtlingsfrauen. Sie stellt fest, dass die Angebote zur Betreuung von Kindern besonders den Frauen dienen. Für sie stellt sich die Frage, ob es auch alleinerziehende Flüchtlingsmänner gibt. Auch Männer haben besondere Bedarfe, die Berücksichtigung finden müssten und sie wünscht sich ein „Handlungskonzept für männliche Flüchtlinge“. Eine Herausforderung wird sein, die Hilfe zu steuern und die vorhandenen Mittel adäquat zu verteilen.
Frau Cremer erfragt den prozentualen Anteil der traumatisierten Flüchtlingsfrauen, da sie den Bedarf an Hilfe und Unterstützung für diesen Personenkreis hoch einschätzt.
Frau Walther wünscht sich eine Information zum Angebot der Kleiderkammer in der Stötznerschule.
Frau Steinkamp und Frau Schreiber beantworten die aufgeworfenen Fragen. Sollten spezielle Schutzmaßnahmen für Flüchtlinge, die von Gewalt betroffen sind oder aufgrund ihrer sexuellen Orientierung eine Verfolgung zu befürchten haben, notwendig sein, so wird im Einzelfall adäquate Hilfe eingeleitet. Standardisierte Verfahren existieren derzeit nicht. Durch das Bekanntmachen der verschiedenen Angebote und das persönliche Vorstellen der Unterstützungsmöglichkeiten wird die Hemmschwelle für das Annehmen der Hilfsangebote herabgesetzt. Spezielle Angebote für Männer gibt es derzeit noch nicht.
Der Anteil an alleinerziehenden Männern ist sehr gering. Es gibt kein belastbares Datenmaterial zum Anteil der traumatisierten Flüchtlinge. Es ist davon auszugehen, dass ein hoher Anteil der in Oberhausen ankommenden Flüchtlinge aufgrund ihrer Biografie traumatisiert ist. Vielen ist dies aber nicht bewusst und erst durch intensive Gespräche und vertrauensbildende Maßnahmen können entsprechende Hilfen eingeleitet werden.
Ab sofort ist die Kleiderkammer in der Stötznerschule geöffnet. Jeden Donnerstag können hier ausschließlich Kleiderspenden abgegeben werden. Die Organisation obliegt Terre des Hommes.
Der Gleichstellungsausschuss nimmt den Bericht zur Kenntnis |
Anlagen
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1
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(wie Dokument)
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1,4 MB
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