10.06.2015 - 4.2 Bildungspotenziale des Sports aus der Geschlech...

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Beratung

Frau Dr. Süßenbach berichtet mittels einer Präsentation über die Bildungspotenziale des Sports aus der Geschlechterperspektive. Die Präsentation kann dem Ratsinformationssystem entnommen werden.

 

Nachdem Herr Driever eine entsprechende Anregung formuliert, wird im Gleichstellungsausschuss einvernehmlich befürwortet, die Berichterstattung auch im Sportausschuss erfolgen zu lassen.

 

Frau Kauenhowen und Frau Walther wünschen sich eine entsprechende Auseinandersetzung mit diesem Thema in Oberhausen und sehen hinsichtlich des geschlechtsspezifischen Ansatzes Entwicklungspotenzial. Frau Müthing weist darauf hin, dass der Zugang zu Sportangeboten durch die Schaffung von Möglichkeiten des Ausprobierens gegeben sein muss, um somit eine Praxisorientierung zu gewährleisten. Sport ist durch die Medien in drei große Bereiche aufgeteilt: Fußball, Rennsport und Tanzen. Frau Bongers stellt die Frage, wie der Vortrag in die Oberhausener Praxis übertragen werden kann. Herr Wilger merkt an, dass zumeist männliche Pädagogen für die Sportangebote in Schulen zuständig sind und wünscht sich eine stärkere weibliche Beteiligung.

 

Herr Schmidt, Herr Schweigert und Frau Dr. Jordan-Ecker beantworten die aufgeworfenen Fragen und beziehen Stellung zu den Anmerkungen.

 

Der Stadtsportbund pflegt gute Kooperationen zu Schulen und Herr Schmidt weist auf die qualitativ guten Angebote des Sportbildungswerkes hin. Außerdem gibt es seit langem Vernetzungen durch die Beteiligung im Jugendhilfeausschuss und in Gremien des Gesundheitsbereiches. Wie die Vereine bezüglich der genderspezifischen Angebote aufgestellt sind, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden. Immer noch ist Fußball im Sport sehr dominierend, hier werden durch den Deutschen Fußballbund entsprechende Gelder zur Verfügung gestellt. Durch Aktionen wie den „Sport Finder Day“ werden  Möglichkeiten geschaffen, viele Sportarten kennen zu lernen. Notwendig sind entsprechende Qualifikationen der Übungsleiter/innen und eine entsprechende finanzielle Förderung zur Etablierung notwendiger Angebote.

 

90 % des Lehrpersonals an Grundschulen sind weiblich. Für den Sportunterricht werden ausschließlich qualifizierte und gut ausgebildete Pädagogen/innen eingesetzt. Gender Mainstreaming, Inklusion und integrative Ansätze sollten laut Frau Dr. Jordan-Ecker schon im Curriculum des Lehramtsstudiums Inhalt sein beziehungsweise gezielt durch Fortbildung und Qualifizierung geschult werden. Im offenen Ganztagsbereich werden derzeit Qualitätsstandards - mit besonderem Blick auf Bewegung und Ernährung- entwickelt.

 

Seit 2007 werden die Oberhausener Anlagen sukzessive von Ascheplätzen auf Kunstrasenplätze umgestellt. Derzeit gibt es in Oberhausen 19 Kunstrasenplätze. 2007 gab es 11 Mädchenmannschaften, 2014 waren es 20 Mädchenmannschaften. Auf entsprechende Nachfrage von Frau BM Opitz erklärt Herr Schweigert, dass es 2007 374 Jungenmannschaften und 2014 297 Jungenmannschaften gab. Trotz allem ist aus seiner Sicht durch die Umgestaltung der Anlagen der Fußball für Mädchen attraktiver geworden.

 

Frau Dr. Süßenbach fasst zusammen, dass es wichtig, ist ein entsprechendes Netzwerk zu schaffen. Der Bildungsbereich sowie Gesundheit und Sport müssen zusammen arbeiten. Auch Eltern und pädagogisches Fachpersonal sollten für die geschlechtsspezifischen Bedarfe sensibilisiert werden.

 

Der Gleichstellungsausschuss nimmt den Bericht zur Kenntnis

 

 

 

 

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Anlagen