21.05.2015 - 2 Aktuelle Informationen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Sitzung:
-
6. Sitzung des Sportausschusses
- Gremium:
- Sportausschuss
- Datum:
- Do., 21.05.2015
- Status:
- gemischt
- Uhrzeit:
- 16:15
- Anlass:
- Sitzung
Beratung
Herr Reuschenbach informiert das Plenum über den aktuellen Sachstand der im November 2014 durch den Rat der Stadt beschlossenen Baumaßnahmen auf den Sportanlagen Kuhle (2), Schönefeld, Wolfgang-Hoffmann-Platz und am Stadion Niederrhein. Bei den Hochbaumaßnahmen auf den Sportanlagen Kuhle und Schönefeld mussten Baugenehmigungsverfahren eingeleitet werden, die erfahrungsgemäß eine nicht unerhebliche Zeit beanspruchen. Hier rechnet die Verwaltung in Kürze mit den Genehmigungsbescheiden der Bauordnungsbehörde, so dass die OGM GmbH die Maßnahmen ab Frühsommer 2015 durchführen kann.
Die Arbeiten zur Sanierung und Ertüchtigung der Sportanlage Wolfgang-Hoffman-Platz sind soweit gediehen, dass dort der Spiel- und Trainingsbetrieb seit der 20. Kalenderwoche 2015 wieder stattfindet. Eine Baugenehmigung war hierzu nicht einzuholen.
Für die Errichtung eines Sportplatzes am Stadion Niederrhein innerhalb der Sport- und Freizeitanlage waren im Vorfeld umfangreiche Untersuchungen (Leitungen, Entwässerung, Boden) notwendig. Ein Leistungsverzeichnis zur Ausführung der Arbeiten wurde zwischenzeitlich von der OGM GmbH erstellt, das Ausschreibungsverfahren läuft derzeit noch.
Das Bürgermitglied Herr Aksünger fragt, was auf der Sportanlage Schönefeld geplant ist. Herr Reuschenbach informiert, dass dort zwei Umkleideräume sowie ein Duschraum zusätzlich geschaffen werden.
Herr Stadtverordneter Nakot hätte gerne Informationen, inwieweit die Sportmöglichkeiten auf der Sport- und Freizeitanlage durch den Bau eines Kunstrasenspielfeldes künftig eingeschränkt sind. Die Umgestaltungen auf der Sport- und Freizeitanlage sollten der Öffentlichkeit publik gemacht werden.
Herr Beigeordneter Motschull erklärt, dass die Sport- und Freizeitanlage auch künftig der Öffentlichkeit zugänglich sein wird. Die bisherige Fläche für Skaterhockey fällt gänzlich weg, die vorhandenen Beachvolleyballplätze werden von sechs auf vier Plätze reduziert. Basketballkörbe werden umgesetzt. Herr Motschull weist ausdrücklich darauf hin, dass die Sportinfrastruktur durch den Bau eines Kunstrasenspielfeldes nicht zerstört wird und der Freizeit- sowie Erholungswert der Anlage erhalten bleibt.
Herr Stadtverordneter Kösling appelliert an die Bereitschaft des Stadtsportbundes Oberhausen e. V. (SSB), Pflegearbeiten auf den Sportplätzen am Ehrenmal zu übernehmen, damit diese als zusätzliche Bewegungsfläche der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Weiter regt Herr Kösling einen Pressetermin auf der Sport- und Freizeitanlage an.
Herr Stadtsportbundpräsident Schmidt erklärt, dass der SSB Möglichkeiten sieht, auf den Sportplätzen am Ehrenmal Pflegearbeiten zu übernehmen.
Herr Beigeordneter Motschull ergänzt, dass bei dem von der Emschergenossenschaft geplanten Hotel auf dem Areal Ehrenmal/Bogenschützenwiese aktuell keine neuen Erkenntnisse vorliegen.
Der stellvertretende Ausschussvorsitzende, Herr Cordes, richtet mehrere Fragen an die Verwaltung zum Thema Kunstrasen.
- wie viele Kunstrasenplätze wurden mittlerweile gebaut?
- wie gestaltet sich die Pflege?
- welche Erfahrungen wurden mit der OGM GmbH gemacht?
- wie sieht es hinsichtlich des Verschleißes aus?
Herr Reuschenbach informiert, dass im Jahr 2007 die ersten drei Kunstrasenspielfelder gebaut worden sind. Im Jahr 2015 werden es inklusive des auf der Sport- und Freizeitanlage noch zu errichtenden Kunstrasenspielfelds 19 sein. Von den Vereinen, die über einen Kunstrasen verfügen, gibt es durchweg positive Rückmeldungen. Insbesondere Kinder und Jugendliche profitieren von den modernen Plätzen, weil sie im Gegensatz zu den früheren Tennenplätzen ohne Staubbelästigung im Sommer und Matsch im Winter angenehm zu bespielen sind. Offenkundig ist aber auch, dass Vereine, die noch auf Tennenpielfeldern ihren Trainings- und Wettkampfbetrieb abhalten, über Standortprobleme klagen.
Die von der OGM GmbH gemäß Leistungsvertrag durchzuführenden Pflegearbeiten werden regelmäßig erledigt. Zweimal im Jahr erfolgt zudem eine Grundreinigung der Kunstrasenspielfelder, um diese von Fremdpartikeln zu befreien.
Herr Reuschenbach führt weiter aus, dass es seinerzeit Auftrag der Politik war, strapazierfähige und pflegeleichtere Kunstrasenflächen zu bauen, um laufende Betriebskosten einzusparen. Diesem Auftrag ist die Verwaltung nachgekommen. Auch die im Jahr 2007 zuerst errichteten Kunstrasenplätze befinden sich entsprechend ihrer Nutzung in einem guten Zustand.
Herr Stadtverordneter Karschti begrüßt die gesammelten Erfahrungen. Er ist an einem Erfahrungsbericht interessiert. Herr Reuschenbach entgegnet, dass ein solcher Bericht grundsätzlich verfasst werden kann. Herr Motschull ergänzt, dass sich die Verwaltung diesbezüglich Gedanken machen wird. Die Berichterstattung über die bisherigen Erfahrungswerte mit Kunstrasenplätzen sei aber eigentlich bereits durch die soeben vorgetragenen Ausführungen des Herrn Reuschenbach erfolgt.
Herr Stadtverordneter Scheffler ist an einer Ersparnisrechnung interessiert. Herr Reuschenbach schildert, dass in den Jahren von 2011 bis 2013 insgesamt rund 700.000,- EUR bei der Sportplatzunterhaltung eingespart worden sind. Diese Zahl lässt sich mittels Vergleichs der Rechnungsergebnisse der beiden Jahre entnehmen. Die Einsparungen sind auf die Umsetzung verschiedener HSP-Maßnahmen bei Sportanlagen zurückzuführen, wie die Aufgabe von Sportanlagen, die Übertragung von Aufgaben auf Sportanlagen an Vereine (Sportstättenpaket) und eben die Umgestaltung von Naturrasen- und Tennenspielflächen in moderne Kunstrasenplätze.
