02.09.2026 - 3 Bargeldloses Bezahlen im Bus

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Beratung

Frau Spiolek stellt das Konzept zum bargeldlosen Bezahlen in den Bussen der STOAG vor. Ihre Präsentation ist dieser Niederschrift als Anlage beigefügt.

Der Stadtverordnete Herr Look erachtet den Preis von 3,80 Euro pro Fahrt als sehr hoch und erkundigt sich, ob ein günstigerer Tarif für Seniorinnen und Senioren angeboten werden könne.

Frau Spiolek erläutert das Konzept des sogenannten eezy-Tarifs. Dieser ermöglicht über eine Smartphone-App eine alternative, entfernungsabhängige Abrechnung. Die App sei beim letzten von der STOAG initiierten Digital Day im Westfield Centro vorgestellt und Seniorinnen und Senioren auch in Einzelgesprächen nähergebracht worden. Frau Spiolek weist darauf hin, dass die Tarifgestaltung verbundweit durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) erfolge und eine spezielle Ermäßigung für Seniorinnen und Senioren nicht vorgesehen sei.

Der Stadtverordnete Herr Hoff erkundigt sich nach dem prozentualen Anteil der Fahrgäste, die ihre Fahrkarten derzeit bar bezahlen. Zudem merkt er an, dass die vorgesehene Prepaid-Karte für spontan fahrende Kundinnen und Kunden keine geeignete Alternative darstelle. Darüber hinaus fragt er nach den Gründen, weshalb in den Bussen keine Fahrkartenautomaten vorgesehen seien.

Frau Spiolek erklärt, dass ihr keine konkreten Zahlen zum Anteil der Barzahlungen vorlägen. Sie weist darauf hin, dass mittlerweile rund 95 Prozent der Kundinnen und Kunden ein Deutschlandticket besäßen. Fahrkartenautomaten seien in den Oberhausener Bussen unter anderem aufgrund des begrenzten Platzangebotes nicht vorgesehen.

Der sachkundige Bürger Herr Klüsener berichtet, dass mehr als die Hälfte der Seniorinnen und Senioren in seinem Wahlbezirk ein sogenanntes Seniorenhandy nutze und somit keinen Zugang zu entsprechenden Apps habe. Darüber hinaus äußert er Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes bei der Nutzung von Apps.

Frau Spiolek weist darauf hin, dass die Nutzung der Prepaid-Karte vollständig anonym erfolge und hierbei keine personenbezogenen Daten erhoben würden.

Die sachkundige Bürgerin Frau Buhrmeister bedankt sich bei Frau Spiolek für ihren Bericht und erkundigt sich nach den vorhandenen Terminals im Bereich der Straßenbahn.

Frau Spiolek erklärt, dass die Terminals an den Bahnhöfen bestehen bleiben sollen.

Die sachkundige Bürgerin Frau Poppel kritisiert, dass ältere Menschen ohne Nutzung der App keinen Zugang zu günstigeren Tarifen des ÖPNV hätten. Die Nutzung einer entsprechenden App stelle für viele Seniorinnen und Senioren eine erhebliche Hürde dar. Zunächst müsse ein geeignetes Smartphone vorhanden sein; darüber hinaus sei eine Registrierung erforderlich. Viele ältere Menschen könnten diese Schritte ohne Unterstützung durch Angehörige oder andere Personen nicht bewältigen.

Frau Spiolek verweist erneut auf entsprechende Informationsveranstaltungen der STOAG und erklärt, dass die STOAG weiterhin bestrebt sei, über die verschiedenen Möglichkeiten zu informieren und bei deren Nutzung zu unterstützen.

Herr Brodrick schlägt vor, für entsprechende Informationsveranstaltungen auch die Quartiersbüros einzubeziehen.

Herr Klüsener merkt an, dass eine städteübergreifende Hin- und Rückfahrt zu einem Gesamtpreis von 15,60 Euro aus seiner Sicht zu teuer sei.

Der Stadtverordnete Herr Wolff erkundigt sich, welche Möglichkeiten die STOAG habe, die Tarife innerhalb Oberhausens eigenständig anzupassen.

Frau Spiolek erklärt, dass die Tarifgestaltung vollständig in der Zuständigkeit des VRR liege und die STOAG keine Möglichkeit habe, die Fahrpreise eigenständig zu ändern.

Herr Brodrick bedankt sich bei Frau Spiolek für ihren Beitrag.

 

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