10.04.2025 - 5 Ergebnispräsentation freiraumplanerischer Wettb...

Reduzieren

Beratung

Herr Kölsch von dem Bereich „Stadtgestaltung und städtebauliche Konzepte“ der Stadtverwaltung stellt das geplante Projekt vor.  Zunächst wurde von Seiten der Stadt ein freiraumplanerischer Wettbewerb durchgeführt. Insgesamt beteiligten sich in einem offenen Bewerbungsverfahren 42 Planungsbüros, von denen am Ende 14 Büros Unterlagen eingereicht haben.

Der Siegerentwurf des Büros Grieger Harzer Dvorak Landschaftsarchitekten sieht vor, die Fläche so zu modellieren, dass nur bereits vorhandener Boden vor Ort umgeschichtet wird. Die Wege des Parks, die sowohl den Fuß- als auch den Radverkehr durch das Gebiet leiten sollen, werden so angelegt, dass sie 10 cm höher als das restliche Gelände liegen, sodass die natürliche Umgebung geschützt werden kann. Konkret soll das Gelände zukünftig so erschlossen werden, dass es eine Wegeverbindung vom Läppkes Mühlenbach bis zum Fraunhofer UMSICHT gibt.  Außerdem sollen Tafeln mit Informationen zu der Vergangenheit des Geländes und der heutigen Entwicklung aufgestellt werden, die der Umweltbildung dienen. Totholzhaufen und Schotterflächen sollen gezielt angelegt werden, um eine attraktive Umgebung für wärmeliebende Reptilien und Insekten zu schaffen.

 

Für die Umsetzung der Maßnahme ist eine Anpassung des regionalen Flächennutzungsplans notwendig, durch die Grünverbindungen auch regionalplanerisch gesichert werden sollen. Dabei werden zahlreiche Akteure der Stadtverwaltung in den Prozess eingebunden.

 

Das Gelände soll so modelliert werden, dass zukünftig ein natürliches Kanalsystem entsteht, welches eine gezielte Ableitung des Regenwassers an die vorgesehenen zu bewässernden Stellen ermöglicht. Die Umsetzung ist für Ende 2027 vorgesehen.

 

Auf Anfrage von Herrn Reuschenbach wurde erläutert, dass die weitere Ausschreibung nicht von der Stadt, sondern vom Eigentümer durchgeführt wird. Es ist vorgesehen, die Maßnahme bis zum Jahr 2027 umzusetzen. Die betreffende Fläche umfasst eine Größe von 4 Hektar.

 

Herr Filarsky äußert Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Pflege der neuen Parkanlage, da die SBO bereits für andere Parkanlagen verantwortlich ist, deren Pflege möglicherweise vernachlässigt werden könnte. Er erkundigt sich, ob der Eigentümer die Pflege der Fläche nach Abschluss der Maßnahme gewährleisten kann. Dies wird jedoch verneint, da das Grundstück nach Abschluss der Maßnahme an die Stadt übertragen werden soll. Herr Wittpahl betont, dass man aus Sorge um die zukünftige Pflege nicht davon absehen sollte, neue Parkanlagen zu schaffen. Die SBO verfügt über ein umfassendes Leistungsverzeichnis und im Rahmen dessen wird auch sichergestellt werden können, dass die zusätzliche Fläche angemessen gepflegt wird.

 

Herr Tomec hebt die Bedeutung der Fläche hervor, die insbesondere als Lebensraum für Kröten dient, und erkundigt sich, inwiefern dies in den Planungen berücksichtigt wurde. Herr Wittpahl bestätigt, dass der Artenschutz bei den Planungen berücksichtigt wurde und dass als Ausgleich für die entfallende CEF-Maßnahmenfläche bereits eine Ausgleichsfläche für Kreuzkröten im südlichen Bereich nahe der Bahngleise geschaffen wurde. Herr Tomec weist darauf hin, dass solche Projekte potenziell zu einer Reduzierung der verfügbaren Nistmöglichkeiten führen können. Er bittet darum, diesen Aspekt bei der Planung und Umsetzung zukünftiger Projekte stärker zu berücksichtigen. Zudem fordert er eine artenschutzgerechte Beleuchtung, bspw. mit entsprechender Sensorik.

Reduzieren

Anlagen