10.04.2025 - 8 Verschiedenes
Grunddaten
- TOP:
- Ö 8
- Sitzung:
-
24. Sitzung des Naturschutzbeirates
- Gremium:
- Naturschutzbeirat
- Datum:
- Do., 10.04.2025
- Status:
- öffentlich
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- Sitzung
Beratung
Herr Filarsky informiert über den bevorstehenden Tag der Naturschützer und -nutzer. Er kündigt an, dass das nächste Vorbereitungstreffen am 16.04.2025 im Haus Ripshorst stattfinden wird. In diesem Rahmen sollen die angebotenen Beiträge der Teilnehmer erörtert werden. Der RVR wird ein eigenes Zelt mitbringen und die anfallenden Kosten selbst tragen. Zudem übernimmt er die Kosten für den Druck der Plakate und Handzettel. Der Entwurf des Plakats wird am 16. April 2025 während des Treffens präsentiert. Auch die Tourismusbehörde wird erneut aktiv an der Veranstaltung teilnehmen.
Zudem bereitet ihm die Finanzierung der Veranstaltung Sorgen. Es liegt zwar eine vorläufige Zusage von der Stadtsparkasse vor, jedoch keine Unterstützung von der STOAG, der GMVA oder der evo. Infolgedessen hat er den Oberbürgermeister auf die Situation angesprochen, der nun beabsichtigt, diese Unternehmen zu kontaktieren, um das Event finanziell zu unterstützen.
Es wurde außerdem darauf hingewiesen, dass eine Förderung in Höhe von 2.500 € über die sogenannten Umweltchecks möglich wäre. Allerdings besteht hierbei das Problem, dass bei dieser Förderung die Inanspruchnahme von Fremdmitteln ausgeschlossen wird und somit der zusätzliche Einsatz von Sponsoring-Mitteln ausgeschlossen wäre. Die Kreisjägerschaft strebt aber an, einen Umweltschutzpreis zu gewinnen, der ebenfalls mit einem Preisgeld von 2.500 € dotiert ist.
Er bedankt sich noch einmal bei allen, die zu dem Tag der Naturschützer und -nutzer beitragen. Im Mai ist eine gemeinsame Begehung des Kaisergartens geplant, da die Stadt Oberhausen einen Lageplan für die Veranstaltung benötigt. Alle weiteren Infos wird es bei dem Treffen am 16.04.2025 geben.
Herr Tomec bitte darum, bei der nächsten Sitzung des Naturschutzbeirates die Entwicklungen auf dem Gelände der ehem. Zeche Sterkrade mit auf die Tagesordnung zu nehmen.
Herr Weiher berichtet auf Nachfrage von Herrn Tomec, dass 32 Obstbäume von der Kirchengemeinde St. Pankratius auf der Wiese am Friedhof Bottroper Straße in Osterfeld als Ersatzmaßnahme gepflanzt wurden. Hierbei handelt es sich um Apfel , Kirsch- und Birnenbäume.
Herr Filarsky erkundigt sich nach dem aktuellen Stand der Maßnahmen am Emscherbruch. Herr Weiher informiert ihn, dass die Arbeiten aufgrund des ausgetretenen Öls voraussichtlich bis 2027 eingestellt werden mussten. Herr Filarsky äußert seinen Unmut darüber, dass das Problem bereits seit zwei Jahren bekannt ist und bislang keine Lösung gefunden wurde. Herr Tomec weist darauf hin, dass es sich um eine komplexe Thematik handelt, die früher von den ansässigen Betrieben nicht ausreichend dokumentiert wurde, sodass die Situation im Boden heute schwer nachzuvollziehen ist. Herr Filarsky betont die Notwendigkeit, die Ursache umgehend zu identifizieren. Frau Schiemanowski ergänzt, dass täglich Proben entnommen und analysiert werden und das Thema fortlaufend auf der Tagesordnung steht.
Frau Schiemanowski weist darauf hin, dass in diesem Jahr viele Bienenvölker verendet sind. Herr Depping bestätigt, dass die Situation nach diesem Winter besonders gravierend ist und die Imker vor große Herausforderungen gestellt werden. Herr Schlonsok erläutert, dass eine spezifische Milbenart bekämpft werden muss, die für das Sterben der Bienen verantwortlich ist. Diese Milbe hat sich aufgrund des milden Winters stärker verbreitet, stellt jedoch keine Gefahr für die Wildbienen dar.
Frau Schiemanowski erkundigt sich, ob die Asiatische Hornisse ebenfalls für das Bienensterben verantwortlich ist. Herr Schlonsok entgegnet, dass bislang kein Bienenvolk aufgrund der Asiatischen Hornisse gestorben ist. Herr Depping weist darauf hin, dass die Untere Naturschutzbehörde ab diesem Jahr nicht mehr verpflichtet ist, die Nester zu entfernen, da die Asiatische Hornisse als etablierte Art eingestuft wurde und die Verantwortung somit dafür ab sofort bei den Grundstückseigentümern liegt.
Herr Filarsky macht außerdem auf das Problem aufmerksam, dass viele Hundebesitzer ihren Hund im Wald nicht anleinen. Er regt an, dass der kommunale Ordnungsdienst verstärkt Kontrollen in diesen Bereichen durchführt. Unangeleinte Hunde können Wildtiere hetzen, was zu erheblichen Verletzungen und einem langen Leidensweg für die Tiere führt, bevor sie letztlich sterben. Um diesem Problem entgegenzuwirken, schlägt er vor Bußgelder zu verhängen. Herr Tomec unterstützt die Argumentation von Herrn Filarsky und ergänzt, dass Gespräche oft nicht ausreichend sind, da viele Hundebesitzer wenig Einsicht zeigen. Herr Linne fügt hinzu, dass er bereits von Hundehaltern bedroht wurde, als er sie auf ihr Verhalten angesprochen hat.
Herr Reuschenbach erläutert, dass der Bereich Umwelt in dieser Angelegenheit nicht unterstützend tätig werden kann und dass Herr Jehn, der Beigeordnete des Ordnungsbereichs, direkt auf die Thematik hingewiesen werden muss. Herr Wittpahl fügt hinzu, dass der kommunale Ordnungsdienst bereits im vergangenen Jahr auf die Situation aufmerksam gemacht wurde, die praktische Umsetzung jedoch teilweise an den begrenzten personellen Kapazitäten des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) scheitert. Herr Weiher weist darauf hin, dass die Leinenpflicht im Landschaftsplan ausschließlich für Naturschutzgebiete festgelegt wurde, während sie in anderen Bereichen durch ein separates Gesetz geregelt ist.
Die Vorsitzende schließt die Sitzung um 17:12 Uhr.
Die nächste Sitzung des Naturschutzbeirates findet am 03. Juli 2025 um 15:00 Uhr im Raum C.601 im Technischen Rathaus der Stadt Oberhausen (Bahnhofstraße 66, 46145 Oberhausen) statt.
