26.03.2025 - 1 Kommunale Wärmeplanung - aktueller Sachstand

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Beratung

Herr Ballmann (Bereich Umwelt, Stadt Oberhausen) und Herr Engel (EVO) halten einen Vortrag mittels PDF-Datei.

 

Herr Flore bittet darum, dass den Fraktionen die vorangegangene Präsentation zur Verfügung gestellt wird. Außerdem nimmt er wahr, dass Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin auf den Abschluss der kommunalen

 

Wärmeplanung warten, bevor sie sich für bestimmte Maßnahmen in ihrer eigenen Immobilie entscheiden. Die Fernwärme bezeichnet Herr Flore als „Königsweg“. Dies begründet er mit dem hohen Anteil der Abwärme, die in Oberhausen genutzt wird.

 

Er hat erfahren, dass die Informationen aus der kommunalen Wärmeplanung allgemein an Immobilienbesitzer/innen weitergegeben werden und keine Maßnahmen für einzelne Gebäude enthalten. Wichtig ist ihm, dass dies den Eigentümerinnen und Eigentümern entsprechend gegenüber kommuniziert wird. Eigentümerinnen und Eigentümer müssen selbst entscheiden, welche Maßnahmen für ihr Gebäude die richtigen sind und erhalten durch die kommunale Wärmeplanung ergänzende Informationen zu den Rahmenbedingungen. Des Weiteren freut er sich, dass es eine Informationsveranstaltung zu diesem Thema geben wird, an welcher die Eigentümerinnen und Eigentümer teilnehmen können.

 

Herr Flore bittet überdies darum, dass der Verlauf der Wärmeplanung in einem halben Jahr oder einem Jahr nochmals im Umweltausschuss vorgestellt wird, um den Planungsverlauf beobachten zu können.

 

Herr Ballmann sichert eine erneute Vorstellung zum Abschluss der Potenzialanalyse im Juni 2025 und eine weitere Vorstellung des aktuellen Standes im Herbst 2025 zu.

 

Herr Bandel gibt an, dass die kommunale Wärmeplanung in dieser Form auf einen Antrag der CDU aus dem Jahr 2023 fußt. Dieser war eine Reaktion auf das Heizungsgesetz der letzten Bundesregierung. Erstaunt ist Herr Bandel über den hohen Verbrauch von 125kw/h pro Quadratmeter der Gebäude. Dies zeigt ihm den hohen Handlungsbedarf.

 

Die kommunale Wärmeplanung soll Bürgerinnen und Bürgern eine gewisse Sicherheit bei der Entscheidung für gewisse Sanierungsmaßnahmen geben. Sie sollen erfahren, ob und wie sie auf Fernwärme, Geothermie oder andere Möglichkeiten zurückgreifen können. In diesem Zusammenhang möchte er an einen Antrag der CDU erinnern, nach welchem die Nutzung von Abwärme aus Kanalsystemen zugegriffen werden könnte.

 

Herr Heinzen bewertet die gezeigten Grafiken als sehr umfangreich. Auf einer Folie wurde gezeigt, dass dort Heizsysteme verwendet werden, die aus dem Jahr 1945 oder früheren Zeiten stammen. Hierzu wünscht er sich genauerer Erklärungen. Einen Verbrauch von 125kw/h empfindet auch er als sehr viel. Fraglich ist für ihn, wie der Baufortschritt vor dem Heizungsgesetz der letzten Bundesregierung zu verstehen ist und warum ein so großer Sanierungsstau entstanden ist.

 

Herr Rudi bittet ebenfalls darum, dass die Präsentation an die Fraktionen weitergegeben wird. Darüber hinaus möchte er erfahren, wie hoch der Anteil der verbauten Wärmepumpen ist. Außerdem erkundigt er sich, ob die Informationsveranstaltungen allgemein aufgebaut oder auch für einzelne Stadtteile durchgeführt werden. Offen ist für ihn auch die Frage der Sozialverträglichkeit. Er befürchtet, dass besonders in Mehrfamilienhäusern keine warmmietenneutralen Sanierungen stattfinden.

 

Herr Ballmann erklärt, dass die erste Bürgerveranstaltung online über Webex stattfinden wird. Wenn die Planung weiter vorangeschritten ist, werden auch Veranstaltungen in den einzelnen Bezirken vor Ort stattfinden.

Herr Sahin informiert den Ausschuss, dass die Präsentation gemeinsam mit der Niederschrift veröffentlicht wird.

 

Die kommunale Wärmeplanung ist lt. Herrn Flore ein bundesweites Thema. Die EVO agiert meist mit größeren Energiekonzernen. Diese denken über die Errichtung weiterer Blockheizkraftwerke nach. Dies kann auch in Oberhausen, insbesondere in Fernwärmeunterversorgten Stadtteilen, eine Möglichkeit sein. Fraglich ist für ihn, ob die EVO auch in diese Möglichkeiten investiert, um Bürgerinnen und Bürgern eine breitere Auswahl bieten zu können.

 

Herr Engel bestätigt, dass die EVO prüft, in welchen Gegenden die Nutzung der Fernwärme sinnhaft ist. Hier muss auch der Tiefbau bedacht werden, für den entscheidend ist, welche Entfernung zum bestehenden Netz besteht. In der Analyse wird auch berücksichtigt, wo große Verbräuche zu erwarten sind. Aufgrund solcher Daten wurden in der Vergangenheit auch schon Netze ausgebaut. Herr Engel hebt hervor, dass auch in diesem Bereich die Wirtschaftlichkeit sowohl für die EVO, als auch für die Kundinnen und Kunden nicht vernachlässigt werden sollte.

 

Herr Ingendoh gibt an, dass sich in seinem Verwaltungsbestand auch Blockheizkraftwerke befinden. Diese werden mit Gas betrieben. Diese können nicht in allen Immobilien genutzt werden. Mit Blick in die Zukunft wird klarer, welche Nahwärmenetze genutzt werden sollten, ohne von zentralen Orten Fernwärmenetze einrichten zu müssen. Die größten Schwierigkeiten sieht er bei der Umsetzung in Mehrfamilienhäusern. Herr Ingendoh ist der Meinung, dass der Ausstieg aus der Wärmeversorgung mittels Gas notwendig ist. Fraglich ist, welche Form der Wärme zukünftig verwendet werden kann und soll.

 

In der Bestandsanalyse wurde lt. Herrn Lütte gezeigt, welche Möglichkeiten es in Oberhausen gibt. Ein Teil ist die Elektrizität. Es wird in diesen Fällen mit Strom geheizt. Er möchte erfahren, ob es hier eine Unterscheidung zwischen beispielsweise Nachtspeicheröfen und Wärmepumpen gibt.

 

Des Weiteren möchte Herr Lütte darauf hinweisen, dass es Bürgerinnen und Bürger gibt, die nicht an Webex- Veranstaltungen teilnehmen können. Diese sollen bei Informationsveranstaltungen nicht vernachlässigt werden.

 

Herr Ballmann wiederholt seine Ausführungen zur Durchführung der Informationsveranstaltungen vor Ort.

 

Herr Heinzen fragt, ob bei den Bestandsimmobilien bei den Eigentümern zwischen Genossenschaften, Kleinvermietern und weiterem unterschieden wird.

Herr Engel möchte diese Information nachreichen und bittet Herrn Heinzen um Kontaktierung.

Herr Ballmann äußert Bedenken bei der praktischen Unterscheidung, ob das Gebäude privat genutzt oder vermietet wird.

 

Herr Bandel ergänzt, dass in den Informationsveranstaltungen nicht nur die Einwohnerinnen und Einwohner Oberhausens, sondern speziell die Eigentümerinnen und Eigentümer erreicht werden müssen. Er sieht so eine größere Wahrscheinlichkeit, dass diese in ihre Immobilien investieren. Der erste Schritt in Richtung effektives Heizen ist aus seiner Sicht ein effektiv ausgebautes Gebäude.

 

Herr Engel verweist auf den §16 EEG. Potenziale sind Energien aus erneuerbaren Quellen und ach jede Kw/h die nicht genutzt werden muss. Hier vorliegend findet zunächst eine strategische Planung statt. Es wird geprüft, wo es Sinn macht, mit Fernwärme oder anderen Mitteln zu heizen. Dieser Plan ist ein erster Schritt zu weiteren Prüfungen, die die Klimaneutralität zum Ziel haben.

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Beschluss

Der Umweltausschuss nimmt den mündlichen Vortrag zur Kenntnis.